Leiterin der Stadtbücherei gibt Tipps für Urlaubslektüre

Von: Udo Stüßer
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Antonia Zaharanski gibt Tipps: Für die Ferien empfiehlt sie Spannendes und Heiteres, aber auch die Liebe darf nicht fehlen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Wir sind vor dem Urlaub richtig abgegrast. Ganze Familien suchen etwas aus dem Unterhaltungsbereich, denn in den Ferien möchten sich die Menschen entspannen.” Antonia Zaharanski, Leiterin der Geilenkirchener Stadtbibliothek, freut sich nicht nur in diesen Wochen über den großen Zuspruch.

Immerhin kann die Bibliothekarin rund 38.000 Medien für die 39.000 Besucher im Jahr bereithalten. Tendenz steigend.

Die steigenden Zahlen zeigen deutlich: Es wird wieder mehr gelesen. Antonia Zaharanski glaubt, den Grund zu kennen: „Nach Pisa-Studie und Bildungsdebatte, nach Literatursendungen im Fernsehen und Buchtipps in den Medien nehmen sich wieder viele Menschen Zeit, Bücher zu lesen.” Gerade in der Urlaubszeit suchen die Menschen Entspannung, aber auch Spannung. Deshalb wird gerne zum Krimi gegriffen.

Antonia Zaharanski hat sich einmal abseits der Bestseller-Listen umgeschaut und gibt einige Lesetipps. Dabei greift sie zunächst zu „Stadt der Diebe” von David Benioff, ein spannender und unterhaltsamer Schmöker, der ihrer Meinung nach trotz der beschriebenen Grausamkeiten mit Witz, Humor und gut beschriebenen Charakteren überzeugt. „Stadt der Diebe” spielt in Leningrad im Winter 1942. Die Stadt wird von den Deutschen belagert. Einwohner verhungern und erfrieren, es gibt keine Lebensmittel. Lew und Kolja lernen sich im Gefängnis kennen. Den jungen Männern droht die Todesstrafe. Aber sie scheinen Glück zu haben. Da sich die Tochter des Geheimdienstchefs eine Torte zur Hochzeit wünscht, wird ein Dutzend Eier benötigt.

Der Vater der Braut lässt Lew und Kolja leben. Sie sollen die zwölf Eier besorgen, in sechs Tagen. Schaffen sie es nicht, werden sie hingerichtet. Ob sie es schaffen, lässt Antonia Zaharanski offen. Derweil greift sie zu einem Taschenbuch - im Urlaub findet sich dafür immer ein Plätzchen im Koffer: „19 Minuten” von Jodi Picoult.

19 Minuten dauerte das Massaker an der Sterling Highschool. Neun Jahre ist es her, dass zwei Schüler in der Kleinstadt Littleton zwölf Mitschüler, einen Lehrer und sich selbst töteten. Die amerikanische Bestsellerautorin Jodi Picoult nähert sich literarisch diesem Thema, enthüllt Ablauf und Vorgeschichte, aus Peters Sicht, einer der Täter, aus Sicht der Freundin Josie und aus Sicht seiner Eltern.
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