Geilenkirchen - Lehrerin vor 25 Jahren bei der Polizei abgeliefert

Lehrerin vor 25 Jahren bei der Polizei abgeliefert

Von: g.s.
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Schulleiter Peter Pauli, Fördervereinsvorsitzende Marita Werths und die frühere Schulleiterin Klaragret Stenner-Merzbach (vorne v. r.) freuen sich über den Besuch der ehemaligen Schüler. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Über 40 ehemalige Schülerinnen und Schüler der städtischen Realschule Geilenkirchen trafen sich 25, beziehungsweise 50 Jahre nach der Schulentlassung an alter Wirkungsstätte und hatten viel zu erzählen.

Die früheren Schulleiter Klaragret Stenner-Merzbach und Willi Schramm freuten sich ebenfalls über das Wiedersehen nach so vielen Jahren und fanden heraus, dass es die meisten ihrer Pennäler auch zu etwas gebracht haben.

Die Vorsitzende des Fördervereins der Realschule, Marita Werths, hatte zusammen mit einem Team des einladenden Fördervereins und in enger Absprache mit Schulleiter Peter Pauli das Ehemaligentreffen organisiert. Werths und Pauli begrüßten die aus ganz Deutschland angereisten Frauen und Männer in der Pausenhalle der Realschule am Gillesweg.

„Der Förderverein lädt nun schon seit vielen Jahren die Ehemaligen in ihre alte Schule ein, um die Gelegenheit zu nutzen, alte Schulfreundschaften wieder aufleben zu lassen, in Erinnerungen zu schwelgen und ein paar nette Stunden gemeinsam zu verbringen“, freute sich Pauli.

Der Schulleiter skizzierte kurz einige wichtige Punkte aus der Historie der Schule. Schon im Jahre 1723 sei die Schule, damals noch in Hünshoven, als „Höhere Knabenschule“ an den Start gegangen. Nachdem der Schulbetrieb um 1800 einige Jahre ruhte, fand 1810 an der nun als „Lateinisch-Französische Schule“ vom Hünshovener Bürger Josef Kux ins Leben gerufenen Einrichtung erstmals wieder Unterricht statt. Der damalige Benefiziat Theodor Brammertz leitete die Schule bis 1832.

Im Jahre 1925 wurde aus der zwischenzeitlich in „Städtische Höhere Schule“ umbenannten Schule eine Lehranstalt für Jungen und Mädchen. 1949 entstand in Hünshoven ein Neubau, die „Höhere Knabenschule“, als reine Realschule. Heute ist dort die Janusz Korczak Schule beheimatet.

Ab 1962 nahm die Realschule Geilenkirchen einen gewaltigen Aufschwung. 1966 zählte die Schule 511 Schüler in zehn Normalklassen und sechs Klassen der Aufbaurealschule. Im laufenden Schuljahr werden 394 Schülerinnen und Schüler in 16 Klassen und 16 Kursen von 27 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.

Peter Pauli vermeldete, dass er beim Durchforsten der Klassenbucheinträge von damals kaum fündig geworden sei. Er gehe davon aus, dass es sich um brave Jahrgänge gehandelt habe. Dem widerspricht allerdings ein Ereignis aus Anlass der Entlassung vor 25 Jahren.

Die Schüler von damals erinnern sich, dass sie ihre Lehrerin Klaragret Stenner-Merzbach bei der Polizei abgeliefert hatten. Die Schulleiterin konnte aus der „Verhaftung“ nur ausgelöst werden, nachdem ihre Schülerinnen und Schüler einige knifflige Aufgaben gelöst und Fragen beantwortet hatten. „Wir haben damals überlegt, ob wir die Fragen überhaupt richtig beantworten sollen...“, erzählt eine Schülerin, die an dieser Stelle nicht genannt werden möchte.

Erheblich erweitert

Die Ehemaligen durften beim Treffen die Realschule noch einmal erkunden und mussten feststellen, dass sie seit ihrer Entlassung erheblich erweitert worden ist. In den späteren Gesprächen ließen alle noch einmal die gute alte Zeit Revue passieren.

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