Gangelt - Legehennenanlage: Lärm- und Geruchsbelästigung nicht eingetreten

Legehennenanlage: Lärm- und Geruchsbelästigung nicht eingetreten

Von: hama
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Zusammen mit Leon Lichtenberg (rechts), einem der Betreiber der Legehennenanlage in Nachbarheide, besichtigte Bürgermeister Bernhard Tholen (links) und Ortsvorsteher Günter Claßen die 2011 eingeweihte Anlage. Die 80.000 Hauptdarsteller kamen erst in den Tagen danach. Foto: Archiv Hamacher

Gangelt. Ebenso schnell, wie der Schneeschauer über Gangelt hinwegzog, war der Punkt rund um die Erweiterung der Legehennenanlage in der Nähe von Nachbarheide im Bauausschuss vom Tisch. Ganze zwei Minuten habe die CDU-Fraktion zur Meinungsfindung gebraucht, eröffnet deren Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Milthaler die Runde der Ablehner.

„Zum einen wollen wir keine Massentierhaltung, zum anderen haben wir das den Bürgern bei der Genehmigung der bestehenden Anlage versprochen!“ Etwas länger haben die Sozialdemokraten Für und Wider abgewägt. „Der Bedarf an Eiern ist da und kann nicht nur durch die Hühnermobile gedeckt werden“, so Fraktionschef Rainer Mansel. Trotzdem habe die Gemeinde mit der Ausweisung der Fläche für die jetzt rund 80.000 Legehennen ihre Verpflichtungen genüge getan.

Ebenso wie Milthaler freute er sich darüber, dass die damals von einigen Seiten geschürten Befürchtungen rund um Lärm- oder Geruchsbelästigungen nicht eingetreten sind. Günter Heinen von den Freien Wählern erinnerte daran, dass er schon 2009 gegen die Legehennenanlage gewesen sei. Er halte es für „eine Zumutung, dass der Investor diesen Antrag überhaupt stellt!“ Tierschutz waren die beiden Hauptargumente, die von Leo Schroten (UB) und Horst Frank (Grün-Liberale Fraktion) vorgebracht wurden.

Demonstration vor dem Rathaus

Im Jahre 2009 war die Diskussion rund um diesen ersten Antrag heftig geführt worden. Damals gab es sogar vor dem Rathaus eine Demonstration von Tierschützern, die im Speziellen gegen die Haltung der Hennen protestierten.

Um einem Wildwuchs solcher Anlagen in der Gemeinde vorzubeugen, hatte man über den Flächennutzungsplan ein Areal rund 1000 Meter entfernt von Nachbarheide Richtung Selsten (Heinsberg) speziell für diesen Zweck ausgewiesen. Damit, so war man sich jetzt im Bauausschuss einig, habe die Gemeinde Gangelt ihre Verpflichtungen erfüllt.

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