Leerstehende „Vitrine” für ein „Kunstfenster” sinnvoll nutzen

Von: Georg Schmitz
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Bürgermeister Andreas Borghorst, Stefanie Linkens von der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung, die Künstlerinnen Henriette Echghi und Karin Thiel, Kulturamtsleiter Gort Houben und Beigeordneter Herbert Brunen (v.r.) stellen das Geilenkirchener Kunstfenster vor. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Idee, eine Plattform für ortsansässige Künstlerinnen und Künstler zu schaffen, setzt die Stadt Geilenkirchen mit einem außergewöhnlichen Konzept um.

Das in Abstimmung mit der Malerin Henriette Echghi vom Kulturamt und der Stabsstelle Wirtschaftsförderung der Stadt entwickelte „Geilenkirchener Kunstfenster” soll regionalen Kunstschaffenden die Möglichkeit der Präsentation ihrer Werke eröffnen. In dem derzeit nicht genutzten Gebäude der leerstehenden Vitrine des Hauses Eisenjansen an der Konrad-Adenauer-Straße hat die Inhaberfamilie die Schaufensterfront für die Kunstausstellungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Einfach im Vorbeigehen können Passanten einen Blick auf die Kunstwerke der Maler oder Bildhauer werfen oder kurz innehalten und sich inspirieren lassen.

„Aus der Not eine Tugend machen”, erklärte Bürgermeister Andreas Borghorst den Grundgedanken. Ausgehend von der Prämisse, dass ein leerstehendes Gebäude in der Innenstadt kein schöner Anblick sei, habe die Stadt nach Möglichkeiten gesucht, diese Leerstände übergangsweise einer anderen Nutzung zuzuführen. „Zur Verwirklichung des Projekts fand sich schnell ein Team aus ortsansässigen Künstlerinnen und Künstlern sowie Vertretern der Stadtverwaltung zusammen und machte sich an die Umsetzung”, erinnert sich Kulturamtsleiter Gort Houben.

Kunst und Wirtschaft

In Geilenkirchen würden, im Gegensatz zu bereits bestehenden Kunstfenstern, die Interessen von Kunst und Wirtschaft unmittelbar miteinander verknüpft. Durch die Stabsstelle Wirtschaftsförderung werde den Eigentümern leerstehender Ladenlokale die Ausstellung von Kunstobjekten für die Dauer des Leerstandes angeboten. Liege das Einverständnis der Eigentümer vor, erhielten die Kunstschaffenden in Abstimmung mit dem Kulturamt der Stadt Gelegenheit, einen Teil ihrer Werke in den Fenstern der Geschäftsräume auszustellen.

Damit die Künstler im Schadensfall eine Absicherung für ihre Exponate bekämen, würden die Objekte über das Kulturamt versichert. „Die ausgestellten Werke können bei Interesse natürlich auch käuflich erworben werden”, sagt Gort Houben. Aus diesem Grund würde im Schaufenster auf die Herkunft mit Kontaktadresse hingewiesen. Durch die optimale Gestaltung der Schaufenster würde das Stadtbild positiv verändert und weiter aufgewertet. „Das Geilenkirchener Kunstfenster soll ein Projekt sein, das auf längere Sicht angelegt ist”, erklärt der Kulturamtsleiter weiter.

An zentraler Stelle im Herzen der Stadt stellen derzeit die beiden Künstlerinnen Conny Rosskamp und Henriette Echghi einige Werke im Schaufenster der Vitrine aus. Des Weiteren haben auch Karin Thiel, Dagmar Hiltenkamp und Walter Verwoert ihr Interesse zur Teilnahme bekundet und werden ihre Werke in absehbarer Zeit präsentieren.
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