Laura, Judith und Frauke verzichten auf die Ankunft des Papstes

Von: hama
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„Die Begegnung mit all diesen
„Die Begegnung mit all diesen Leuten, die auch unseren Glauben leben, hat uns am meisten beeindruckt”, freuten sich Laura und Judith Ratayczak (vorne und hinten in der Mitte). Repro: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Über eine Million Menschen kam in diesem Jahr zum 26. Weltjugendtag nach Madrid. „Die Begegnung mit all diesen Leuten, die auch unseren Glauben leben, hat uns am meisten beeindruckt”, sind sich Laura und Judith Ratayczak einig.

Dass die Frage, ob es denn im August in Spanien nicht viel zu heiß ist, noch besondere Relevanz bekommen sollte, war den beiden Schwestern, die noch von Frauke Fiedler begleitet wurden, bei der Anfahrt noch nicht klar.

Die Reisegruppe bestand aus 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus der Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven und der Weggemeinschaft Gangelt. Gastgeber dieses 26. Weltjugendtages, dem „Jornada Mundial de la Juventud”, war der Erzbischof von Madrid, Antonio María Kardinal Rouco Varela. Der hatte bereits 1989 als Erzbischof von Santiago de Compostela den 4. Weltjugendtag ausgerichtet.

Im Bistum Toledo, genauer gesagt in der Stadt Talavera de la Reina, wo nicht nur für die drei aus Gangelt die Reise mit den „Tagen der Begegnung” begann, angekommen, freuten sie sich aber über die herzliche Begrüßung der spanischen Gastgeber und zum anderen über die 41 Grad. Zu dieser Zeit hatte der Sommer sich in Deutschland schon lange nicht blicken lassen.

Obwohl die Teilnehmer unterschiedlich untergebracht waren, stand das Gemeinsame im Vordergrund. „Wir unternahmen viel gemeinsam mit der gesamten Gruppe. So besuchten wir zum Beispiel das Weingut Osborne, besichtigten die Stadt Toledo, eine Töpferei und feierten gemeinsam mit anderen Pilgern aus dem Bistum Aachen die Heilige Messe in verschiedenen Kirchen”, so die drei Gangelterinnen. „Ein besonderes Highlight dieser Tage war auch der Kreuzweg in der Nacht durch die Stadt Talavera mit allen Pilgern aus dem Bistum Aachen. Auch wenn dieser spät und lang war, war er doch sehr beeindruckend!”

Zum Abschlussfestival der beeindruckenden Tage der Begegnung in Toledo waren rund 20.000 Pilger aus aller Welt gekommen. Die vorgesehene Nacht in Turnhallen verbrachten die Mädchen auf Grund der Hitze im Freien. Dann ging es endlich nach Madrid. „Das Programm nach den morgendlichen, vom Bistum Aachen organisierten und wirklich interessanten Katechesen und Messen war täglich unterschiedlich”, so die jungen Damen.

Mal freute man sich über Freizeit und abendliches Grillen bei den Gastgebern, ein anderes Mal über Sightseeing und Shopping in Madrid. „Auch das gefürchtete Weltjugendtagsessen bereitete uns Freude, da wir auch außerhalb der Gastfamilien vorzüglich und oft sogar mit mehreren Gängen gegessen haben.”

Dann sollte die Feier eigentlich den Höhepunkt erreichen. Die Ankunft des Papstes wurde gefeiert, und der krönende Abschluss sollte der Besuch der Abschlussmesse mit rund anderthalb Millionen Gläubigen unter freiem Himmel sein.

Auf Grund der schlechten Wasserversorgung und starker Überfüllung auf dem Flugplatzgelände haben sich Laura und Judith Ratayczak und Frauke Fiedler zusammen mit ihren Betreuern dafür entschieden, nicht dorthin zu fahren. „Auch wenn die Enttäuschung bei allen groß war, haben wir doch eingesehen, dass diese Entscheidung richtig und nur zu unserem Wohl war.”
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