Geilenkirchen - KW-Cup: Weniger Teilnehmer, aber die Motivation bleibt

KW-Cup: Weniger Teilnehmer, aber die Motivation bleibt

Von: maat
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Mats Hermanns, Lukas Nehl, Simon Keßler und Yannik Ziegenhagel (v.l.) hießen die morgendlichen Starter bei der Altersklasse U14, es fehlt Jonas Rodemeyer, der erst am Nachmittag sein erstes Spiel absolvierte. Foto: maat
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Turnierchefin Ulla Symens lässt die Vergangenheit des Turniers nicht außer Acht, wenn sie auf die aktuelle Ausgabe des KW-Cups schaut.

Geilenkirchen. Manchmal kommt es eben alles zusammen, wenn auch nur für einen Moment: Zum eigentlichen Turnierstart des von unserer Zeitung mitpräsentierten KW-Cups traf eine kurzfristig angesetzte Verlegung des U14-Nachwuchsturniers auf einen Regenschauer. Zwar hatten Ulla Symens und die Verantwortlichen des Ausrichters, dem Tennisclub Rot-Weiß Geilenkirchen, da ein paar Sorgenfalten auf der Stirn stehen.

„Aber davon lassen wir uns natürlich nicht beirren“, so Symens. „Schließlich haben wir in den 25 Jahren, in denen das Turnier schon stattfindet, schon einiges erlebt“, sagt sie.

Die Wetterkapriolen sind dabei nur ein Kapitel des Turniers, das früher mal Drumbo-Cup hieß und über seine aktuellen Hauptsponsoren, die Kreissparkasse Heinsberg und die West, zu seinem aktuellen Namen kam. „Außerdem haben wir mit dem Sportpark Loherhof ja einen festen und sehr flexiblen Partner, der uns bei Witterungsbedingungen, die auf unserer Anlage kein Spiel erlauben, schnell Hallenzeiten zur Verfügung stellen kann“, so Ulla Symens.

Am Donnerstag war das zum Auftakt nicht nötig, nicht nur, weil das Teilnehmerfeld der U14 mit fünf Startern sehr übersichtlich war. Das Wetter hatte nach morgendlichen Regengüssen auch ein Einsehen mit den Nachwuchssportlern der Jahrgänge 2003 und 2004, und ließ die Schotten weitgehend dicht. Was allerdings wegen der doch kleinen Starterzahl nötig wurde, war eine Anpassung von Spielmodus und Turnierdauer. „Bei fünf Spielern macht die sonst bei unserem Turnier übliche Aufteilung in Gruppenphase mit anschließender Haupt- und Nebenrunde natürlich keinen Sinn“, so Ulla Symens. Also durften die Jungs im Modus „Jeder gegen Jeden“ ran, was letztlich zu vier Spielen an zwei Tagen führte.

Ein früher Sieger

Auf die Dauer des U14-Wettbewerbs hat das natürlich auch eine Wirkung, denn die U14-Konkurrenz wird schon am frühen Freitagabend einen Sieger haben. „So macht das einfach mehr Sinn“, sagt Ulla Symens auch mit Blick auf die Betreuer und Begleiter der Spieler, die sich ja in dieser Altersklasse meist aus der Elternschaft rekrutieren.

Und während die Jungs draußen munter ihre Spiele begannen, fand Ulla Symens im Clubhaus an der Martin-Heyden-Straße kurz die Gelegenheit, auf die aktuelle Situation des Turniers zu blicken. „Die Damen- und Mädchen-Konkurrenzen finden nicht statt“, konstatiert sie. „Ich weiß nicht, woran es liegt.“ Spontan aufgezählte Gründe wie Urlaubs- und Ferienzeit lässt Symens nicht wirklich gelten. „Es gab ja auch Zeiten, in denen wurden Urlaube durchaus mal nach den Turnierterminen geplant“, weiß sie.

Aktuell ist es aber so, dass nicht nur die U14-Konkurrenz der Jungs zahlenmäßig klein besetzt ist. Beim Blick auf die Wand der Erinnerungen aus 25 Jahren Turniergeschichte fällt ihr Blick immer mal wieder auf Hinweise, dass die Turnierserie des TC Rot-Weiß Geilenkirchen beliebt, bekannt und traditionell ist. Auch Sätze wie „Spieler mussten auch mit Hinweis auf die vollen Meldelisten schon einmal abgewiesen werden“ sind dort zu lesen. Ob sich da persönlich etwas im Ranking der Jugendlichen verändert hat, welche Freizeitaktivitäten nun Vorrang haben und welche gerne mal auf die längere Bank geschoben werden, das will Ulla Symens nicht bewerten.

Für sie ist aber klar, dass die steigende Zahl von Stunden, die im Unterricht absolviert werden müssen, durchaus dazu beiträgt, dass das Vereinsleben und auch der Einsatz für den Sport leiden. „Während der Schulzeit leistungsorientiert zu trainieren, wird immer schwerer“, sagt sie. Ausnahmen wie beispielsweise beim „Eigengewächs“ Mats Hermanns, der viermal die Woche trainiert, zwar mittlerweile für Grün-Weiß Aachen spielt, aber natürlich seinem Heimatverein immer noch eng verbunden sind, gebe es zwar. Aber meist reiche es nur noch für eine Trainingseinheit pro Woche. „Dann wird es natürlich irgendwann auch mal mit Turnierteilnahmen enger“, weiß Ulla Symens.

G9 als Vorteil für Vereine?

Ob sich die Gegebenheiten beispielsweise mit der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren wieder ändern, kann sie nicht vorhersagen. „Aber man hätte schon vor der Einführung des Ganztages viel massiver auf negative Entwicklungen für Sportvereine hinweisen sollen“, sagt sie. In diese Gemengelage passt dann noch die Verpflichtung der Turnierausrichter, für jeden Turnierstart eines Spielers eine fixe Gebühr zu verlangen. „Grundsätzlich bin ich nicht gegen solche Gebühren“, sagt Ulla Symens. „Mir fehlt es da aber an Transparenz, denn es wird nicht klar gesagt, wofür das Geld im Deutschen Tennisbund verwendet wird.“

Diese Überlegungen sind aber zum Glück alle schon fast Makulatur, wenn auf dem Platz schöne Ballwechsel stattfinden, und der Nachwuchs mit dem Filzball motiviert arbeitet. „Das ist doch wunderbar“, entfährt es Ulla Symens, als sie spontan für einen gelungenen Ballwechsel applaudiert. Solche Momente sind es, die es für sie und die Mitstreiter beim KW-Cup immer wieder lohnenswert machen, die ganzen Dinge im Hintergrund auf sich zu nehmen. „Denn schließlich geht es ja darum, den Jugendlichen eine schöne Plattform für ihren Sport im Verein zu bieten“, sagt sie.

Der Auftakt beim KW-Cup gehörte Mats Hermanns (TC Grün-Weiß Aachen), Yannik Ziegenhagel (TG Rot-Weiß Düren), Lukas Nehl (TK Kurhaus Aachen), Simon Keßler (TG Rot-Weiß Düren) und Jonas Rodemeyer (THC Hürth), der als fünfter Spieler allerdings erst am Nachmittag sein erstes Spiel absolvierte und so beim gemeinsamen Fototermin fehlte. Die U14 wird im teilnehmerbedingt verkürzten Modus noch bis Freitagabend laufen. Am Donnerstagnachmittag ist zudem die Altersklasse U21 (Jahrgänge 1996 und jünger) ins Turniergeschehen gestartet. Sie wird voraussichtlich am Sonntagnachmittag nach dem Finalstart gegen 14.30 Uhr ihren Sieger küren.

Die weiteren Spiele der U14 und U21 finden am Freitagvormittag ab 10 Uhr voraussichtlich auf der Anlage an der Martin-Heyden-Straße statt. Die U21 spielt zudem am Samstag ab etwa 10 Uhr dort. Zur gleichen Uhrzeit startet am Sonntag der beliebte „Charity-Cup“ des Fördervereins des TC Rot-Weiß Geilenkirchen, der wieder eine stattliche Summe für den guten Zweck einspielen soll, Gäste sind an allen Tagen herzlich willkommen.

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