Kunstrasenplätze im Kreis Heinsberg: Keine Anzeichen zur Sorge

Von: her/tp
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Heinsberg/Geilenkirchen. Sie hat eine Menge Staub aufgewirbelt, die mediale Information, dass das auf Kunstrasenplätzen in den Niederlanden häufig verwendete und aus alten Autoreifen recycelte Gummi-Granulat krebserregend sein soll. Logisch, dass sich auch manche Mutter in hiesigen Gefilden die Frage stellte, ob sie ihre Kinder noch gefahrlos zum Fußballtraining schicken könnte. Im Kreis Heinsberg gibt es da allerdings offenbar keinen Grund zur Sorge.

Die Stadt Hückelhoven, die Kunstrasenplätze in Ratheim, Brachelen und Baal beherbergt, verweist in dem Zusammenhang auf eine Stellungnahme der Firma Geo Freiraumplanung, die schriftlich bestätigt: „Die von uns umgesetzten Projekte in ihrer Kommune wurden ausschließlich mit Neu-Materialien verfüllt und sind zum jetzigen Zeitpunkt als unproblematisch einzustufen.“

Gleiches erkläre die Firma Trofil-Green, wie Joachim Mützke, der Leiter des Amtes für Bildung und Sport in Erkelenz, bestätigt. Demnach sei nur DIN-zertifiziertes, unbedenklichen Material in Schwanenberg verwendet worden. Die Firma Domo, die laut dem Beecker Vereinsvorsitzenden Günter Stroinski für die Wegberger Plätze in Beeck, Uevekoven, Helpenstein und Klinkum verantwortlich sei, habe ebenfalls Entwarnung gegeben.

Im Südkreis ist die Umfrage unter den Betroffenen schnell erledigt. In Geilenkirchen und Gangelt gibt es keine Kunstrasenplätze, in der Stadt Übach-Palenberg ist es ein einziger: der vom 1. FC Rheinland Übach. Auch den Übachern ist es natürlich nicht entgangen, dass anderswo mächtiger Wirbel um die Granulatkörner auf dem Spielfeld entstanden ist.

Genau wie in Erkelenz und Hückelhoven deutet auch hier nichts darauf hin, dass es Probleme geben könnte: „Wir haben uns inzwischen erkundigt, welcher Anbieter den Platz gebaut hat“, sagt der Vorsitzende des 1. FC Rheinland Übach, Michael Ziege. Der Verein befinde sich im Austausch mit der Stadt. Natürlich werde man das Thema im Auge behalten, Probleme indes erwarten sie auch in Übach nicht.

So stellt sich die Situation übrigens auch jenseits der Kreisgrenzen dar. Für die meisten Plätze liegen Zertifikate der Hersteller vor. Die Stadt Düren hat angekündigt, das Granulat ihrer sechs Kunstrasenplätze von einem unabhängigen Büro prüfen zu lassen. Gleiches hat die Stadt Jülich angekündigt.

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