Kunstfälscher-Skandal: Ermittlungen ausgeweitet

Von: dpa
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Geilenkirchen/Köln. Im Kunstfälscher-Skandal um angebliche Meisterwerke des frühen 20. Jahrhunderts ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft inzwischen gegen sieben Verdächtige.

Es gehe derzeit um 44 Plagiate, die als angebliche Klassiker der Malerei gehandelt worden sein sollen, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Es werde ermittelt wegen gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs. Drei Verdächtige sitzen in Köln in Untersuchungshaft, bestätigte Sprecher Tino Seesko einen Bericht des „Südwestrundfunks”.

Die Staatsanwaltschaft geht von einer Schadenshöhe im siebenstelligen Bereich aus. Kunstexperten schätzten den Schaden allerdings auf eine hohe zweistellige Millionenhöhe.

Gut gemachte Plagiate

Die ersten gefälschten Bilder aus einer dubiosen Kölner „Kunstsammlung Werner Jägers” waren vor einigen Monaten in Galerien und Museen aufgespürt worden. Statt Werken von Max Ernst, Max Pechstein, Fernand Léger oder Heinrich Campendonk sollen es lediglich gut gemachte Plagiate gewesen sein, die vor allem bei Auktionen für hohe Summen verkauft wurden. „Schöpfer” der dubiosen Werke ist der aus Geilenkirchen stammende Kunstmaler Wolfgang F.

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