Kunstausstellung im alten Postgebäude

Von: Georg Schmitz
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Sven Nokto, Dragica Philipp, Nada Reinhardt und Alberico Frega (v.l.) stellten einen Teil ihrer Kunstwerke im alten Postgebäude in Geilenkirchen aus. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Im Geilenkirchener Postgebäude findet eine kleine Gruppe von lokalen Künstlern seit über zehn Jahren Muße und Ruhe für ihr ambitioniertes Wirken. Neben den „alteingesessenen“ Künstlerfrauen Erika Giegla, Dagmar Hiltenkamp und Karin Thiel haben seit 2013 auch Nada Reinhardt und Mutter Dragica Philipp einen Raum im Postgebäude mit ihren Kunstwerken bestückt.

Mit einer Atelier-Ausstellung stellten sich beide am Wochenende der Öffentlichkeit vor und hatten mit Alberico Frega und Sven Nokto alias „Stue“ zudem noch zwei „Gastkünstler“ zum Mitmachen animiert. Das Quartett zeigte in den Räumen und Fluren einen kompetenten Querschnitt ihres Schaffens.

Der Alsdorfer Sven Nokto war mit seinem 20 Jahren der jüngste im Bunde und stellte zwei gerahmte Kunstwerke vor. Typographie und Buchstaben sind die „Zutaten“ für seine Themen. Die gestalterischen Elemente, die er einbringt, verbinden sich mit Farben und Kontrasten. Das Endergebnis ähnelt einem Graffiti-Werk und ist sehr ansehnlich.

Alberico Frega aus Übach-Palenberg ist eigentlich ein Tattoo-Artist, beschäftigt sich zudem schon lange mit der Bearbeitung verschiedener Materialien. Dabei kommen Collagen und Installationen heraus, die er aus Schrottteilen oder Gebrauchsgegenständen gefertigt hat.

Trompete und Stativ, Funkgeräte und Rasiermesser oder filigrane Kleinteile wie Uhrwerke von Armbanduhren hat er eingesetzt und miteinander „verschmolzen“. Alberico sammelt und formt seit seiner Kindheit. „Ich will alten Gegenständen durch Transformation ein neues Gesicht geben“, erklärt er die Intention seines Schaffens.

Ebenfalls seit frühester Jugend malt, zeichnet, fotografiert, näht, häkelt und bastelt Gastgeberin Nada Reinhardt. Die Geilenkirchenerin ist vielseitig und hat sich nicht auf ein Genre festgelegt. Menschen kennen sie von Einzel- oder Gemeinschaftsausstellungen und wissen um ihre Flexibilität. Seit Jahren ist sie begeisterte Rollerskaterin oft mit ihren Rollschuhen unterwegs.

Davon lässt sich Nada Reinhardt auch bei ihrer Arbeit inspirieren und wen wundert es, dass sie einige ihrer Detail genauen Bilder vom „Pink Peril Roller Derby“ ausgestellt hatte. „Ich habe an allem Spaß“, sagt sie und verweist auf ihre Naturfotografien mit Motiven aus der Teverener Heide.

Dann sind da noch die Strichzeichnungen, Aquarelle sowie ihre gehäkelten oder genähten Stofftiere und Kissen.

Mutter Dragica Philipp ist Designerin von Beruf und kann Nada sicherlich einiges mit auf den Weg geben. Ihre Textilkunst hat es schon in Hotels und gastronomische Betriebe geschafft, denn sie nimmt auch Auftragsarbeiten an. „Immer wieder gefragt sind Kissen in verschiedenen Größen, Formen und Farben“, weiß Dragica Philipp aus Erfahrung zu berichten.

Der Erfolg der Präsentation im alten Postgebäude gab den Initiatorinnen Recht und nun denkt Mutter und Tochter darüber nach, in Zukunft weitere Ausstellungen anzubieten.

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