Kulturbaustelle erhält eine Art höhere Weihe

Von: Anna Petra Thomas
Letzte Aktualisierung:
Isabel Pfeiffer-Poensgen (Mitt
Isabel Pfeiffer-Poensgen (Mitte), Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, informierte sich bei Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann und beim wissenschaftlichen Mitarbeiter des Museums, Dr. Wolfgang Cortjaens, aus erster Hand über das neue Konzept für das Begas-Haus.

Heinsberg. „Sehr attraktiv!” Schon vor dem offiziellen Empfang „in einer der größten Kulturbaustellen der Region”, wie Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder den Umbau des Hauses Lennartz nennt, hatte sich Isabel Pfeiffer-Poensgen, Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, Donnerstagmittag dort zwei Stunden lang in Ruhe umgesehen und war zu ihrem eindeutigen Urteil gelangt.

Ihr Besuch im künftigen Begas-Haus hatte gleich zwei Gründe: Zum einen hat die Kulturstiftung der Länder das Museum im vergangenen Jahr bei der Erweiterung seiner Sammlung zur Künstlerfamilie Begas unterstützt. Zum anderen hat „Arsprototo”, das Magazin der Kulturstiftung der Länder, die Titelgeschichte seiner neuen Ausgabe der Begas-Kunst gewidmet. Dr. Pilipp Demandt, Leiter der Alten Nationalgalerie - Staatliche Museen zu Berlin, beschreibt darin, wie die Marmorskulptur „Pan als Lehrer des Flötenspiels” von Reinhold Begas aus einer Mailänder Galerie den Weg zurück nach Heinsberg gefunden hat.

Landrat Stephan Pusch begrüßte Pfeiffer-Poensgen in der Baustelle für den Trägerverein des künftigen Museums für Kunst und Regionalgeschichte, der im vergangenen Jahr von Kreis und Stadt Heinsberg gemeinsam gegründet worden war. Man sei auf einem guten Weg zu etwas Herausragendem weit über die Kreisgrenzen hinaus, bedankte er sich für die Unterstützung der Kulturstiftung bei dem Erwerb von Begas-Kunstwerken.

Museumsleiterin Dr. Rita Müllejans-Dickmann stellte dem Gast die Konzeption des Begas-Hauses vor, das sich der Künstlerdynastie Begas widmen wird und in einem thematischen Rundgang in insgesamt zehn Räumen am Beispiel der Familie Begas deutsche und internationale Kunstgeschichte von der Aufklärung bis hin zum Denkmalkult der Kaiserzeit und dessen Niedergang nach den beiden Weltkriegen thematisieren wird. Hinzu kommen sollen eine Präsentation der Regionalgeschichte und eine weitere Abteilung für Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst und zu regionalhistorischen Themen.

Das Begas-Haus werde nicht nur feste Museumseinrichtung, sondern „kultureller Bildungsort und Forschungsstätte mit überregionaler Signalwirkung”, befand sie.

„Alles fing hier an!”, erklärte Pfeiffer-Poensgen, nachdem sie selbst die Arbeit der Kulturstiftung erläutert hatte. Seit mehr als 20 Jahren helfe die Stiftung dabei, Kunstwerke von Bedeutung für öffentliche Sammlungen zu erwerben. Pfeiffer-Poensgen gratulierte dem Team des Museums zu der Entscheidung, sich mit dem Ausbau der Sammlung zu dieser „bedeutenden Künstlertradition” die regionale Geschichte bewusst zu machen.

„Sie sind hier sehr gut aufgestellt mit ihrem Team.” Nachdem Wolfgang Dieder noch einmal die Geschichte der Familie in Erinnerung gerufen hatte mit ihrem Begründer Carl Joseph Begas, der 1794 in Heinsberg geboren worden war, folgte Pfeiffer-Poensgen seiner Einladung ins Rathaus. Hier trug sie sich ins goldene Buch der Stadt ein und ließ sich von Dieder noch einmal die Entwicklung des Konzepts „Begas-Haus” erläutern, die mit der Ratsentscheidung zur Sanierung des Hauses Lennartz im Oktober 2007 ihren Anfang genommen hatte.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert