„Kultur und Kunst im Krankenhaus“: 50. Vernissage

Von: Johannes Bindels.
Letzte Aktualisierung:
5245576.jpg
Das Ehrenamtlerteam v.l.: Heinz-Leo Gerards, Hedwig Heinrichs, Seelsorger Meinolf Schrage, Johannes Bindels, Walter Everhardt. Repro: Johannes Bindels

Geilenkirchen. Die goldfarbene Einladung und Plakatierung weist schon darauf hin: am 18. April um 19 Uhr eröffnet die Arbeitsgruppe „Kultur und Kunst im Krankenhaus“ mit der 50. Vernissage eine Jubiläumsausstellung.

Seit dem Jahr 2000 finden im Krankenhaus Geilenkirchen jährlich bis zu fünf Ausstellungen statt. Hinzu kommen noch zwei Konzerte, die über die hauseigene Fernsehstation direkt in die Krankenzimmer übertragen werden. Mit der Künstlerin Marianne Rels freuen sich die Ehrenamtler Hedi Heinrichs, Walter Everhardt, Heinz-Leo Gerards, Johannes Bindels und als Ansprechpartner der Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage auf das besondere Ereignis.

„Der damalige Krankenhausseelsorger Hans Baggen wandte sich an uns, das noch junge Freiwilligenzentrum, das damals noch in Geilenkirchen angesiedelt war“, beschreibt Margrit Hils vom SFZ in Heinsberg die Anfänge. „Hans Baggen bat um unsere Unterstützung: Er suchte Freiwillige, die mit ihm zusammen kulturelle Angebote für Patienten und Besucher organisieren und umsetzen wollten.

Er hatte immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Genesung der Kranken nicht nur von der medizinischen Behandlung und pflegerischen Versorgung abhängig ist, sondern auch Geist und Seele anzusprechen sind, um den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen. Dies wollte er über kulturelle Impulse erreichen“, weiß Hils zu berichten. „Das war genau unser tägliches Brot: ein Projekt zu begleiten, Ehrenamtler zu unterstützen und ein Projekt zum Selbstläufer zu machen. Damals wurde es auf die Beine gestellt mit einer Kooperation zwischen Hans Baggen und Ute Achten vom Selbsthilfezentrum“, schildert Hils. Auch der heutige Krankenhausseelsorger Meinolf Schrage weiß von den Anfängen zu erzählen. „Im Oktober 2000 wurde unter dem Titel „Farb-Realitäten“ von Karin Thiel die erste Bilder-Ausstellung eröffnet.“

Mit Ende 2001 zog sich das Selbsthilfezentrum zurück, die Gruppe arbeitet seitdem selbstständig und beständig. Seit Beginn des Jahres 2003 geschieht dies unter Leitung von Meinolf Schrage, der Hans Baggen als Seelsorger ablöste.

„Wenn immer noch die Künstler in der Regel aus der Region kommen, so sind die Veranstaltungen doch mittlerweile weit über diese Grenzen hinaus bekannt geworden. Ein großer Freundeskreis besucht die Vernissagen, die unter anderem über Flyer und Plakate sowie persönliche Einladungen bekannt gemacht werden“, beschreibt Schrage einen Teil der Arbeit der ehrenamtlich Tätigen. „Dazu kommt die Einbindung des Programms auf der Homepage des Krankenhauses, welche die enge Verbundenheit mit dem Haus dokumentiert“, ergänzt der Seelsorger.

Es sei eine Gewinnersituation für alle Beteiligten: den Künstlern einerseits, die ihre Werke präsentieren könnten, den Kranken und deren Besuchern andererseits, die in Ruhe die ständigen Ausstellungen aufsuchen und sich daran erfreuen könnten. Und den Ehrenamtlern, die sähen, dass ihr Engagement angenommen werde. Das Konzept aus der Gründungszeit sei aufgegangen und wirke bis heute hin positiv, was die Besucherzahlen belegten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert