Heinsberg - Künftig öffnen die Bankschalter nur noch an zweieinhalb Tagen

Künftig öffnen die Bankschalter nur noch an zweieinhalb Tagen

Von: Dettmar Fischer
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Der Vorstand der Raiffeisenbank Heinsberg, Klaus-Dieter Kroll (l.) und Thomas Giessing (r.) erläuterten die Pläne für den Umbau der Geschäftsstellen Waldenrath und Gangelt.

Heinsberg. Auch wenn es ab Mai Veränderungen bei den Öffnungszeiten kleinerer Geschäftsstellen der Raiffeisenbank Heinsberg geben wird, stellt Vorstand Klaus-Dieter Kroll klar fest: „Wir bleiben flächendeckend im Geschäftsgebiet präsent.“ Die Raiffeisenbank habe sich bewusst gegen die Schließung von Geschäftsstellen entschieden, so Kroll.

Doch die Entwicklung zeige, dass bald „jeder die Bank in der Hosentasche trage“. Schon heute würden die Hälfte der Kundenkonten online geführt. Einen ganz besonderen Stellenwert nehme daher inzwischen die Onlinefiliale der Raiffeisenbank ein. „Mehr als 2000 Besucher pro Tag sind ein deutliches Signal für uns, dass diese Art der Bankgeschäfte immer mehr an Bedeutung gewinnt“, so Vorstand Kroll weiter.

Kroll und sein Vorstandskollege Thomas Giessing stellten im Heinsberger Beratungs- und Dienstleistungszentrum vor, wie sich die Raiffeisenbank auf das veränderte Kundenverhalten einstellen und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit erhalten wird –ohne dabei das strikte Gebot, dem genossenschaftlichen Förderauftrag nachzukommenden, zu vernachlässigen.

Zwar werden ab Mai in sieben von 22 Geschäftsstellen die Öffnungszeiten halbiert, ohne Personalabbau, wie der Vorstand deutlich machte, doch erweitert die Bank ihre Beratungstätigkeit gleichzeitig und investiert in moderne Sicherheitstechnik und den Kundenkomfort.

So wird auch die von der Reduzierung der Geschäftszeiten betroffene Waldenrather Geschäftsstelle, die noch über den „Charme der 80er Jahre“ verfügt, umgebaut und als erste mit einer modernen Sicherheitstechnik ausgestattet, die laut Giessing die Gefahr eines Banküberfalls minimiere. Giessing: „Profis würden das Risiko eine so gesicherte Bank zu überfallen, erst gar nicht eingehen.“

Seit Jahren investiere die Raiffeisenbank Heinsberg schrittweise in ihre Geschäftsstellen, erläuterte Kroll. „Damit dokumentieren wir deutlich, dass uns unser genossenschaftliches Geschäftsmodell, unser Förderauftrag und unsere Verwurzelung in der Region extrem wichtig sind.“ Gebaut wird auch in Gangelt, wo das Kompetenzzentrum neue, großzügigere Beratungsräume bekommt.

Die Einführung reduzierter Öffnungszeiten in weniger frequentierten Geschäftsstellen werde, so Kroll, lediglich den Servicebereich betreffen. Die Möglichkeit zur qualifizierten Beratung an allen Wochentagen von 8 bis 20 Uhr werde davon völlig unberührt bleiben. Kroll: „Im Gegenteil, wir können unsere Berater aufgrund dieser Maßnahme noch effektiver und intensiver im wichtigen Bereich der individuellen Beratung unserer Mitglieder und Kunden einsetzen.“

Betroffen sind ab dem 1. Mai die Geschäftsstellen Braunsrath, Breberen, Leiffarth, Palenberg, Scherpenseel, Süsterseel und Waldenrath. In diesen Filialen werden die Service- und Öffnungszeiten auf zweieinhalb Tage pro Woche reduziert. Vorstand Thomas Giessing erläuterte, dass kein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz durch diese Maßnahme verlieren werde und die bekannten Gesichter ihren Kunden erhalten bleiben werden.

„Sicherlich werden sich unsere Mitglieder und Kunden an die neuen Öffnungszeiten gewöhnen müssen, doch sie werden schnell erkennen, dass wir nach wie vor vor Ort sind und ihre Ausweichfiliale´ maximal vier Kilometer entfernt ist. Und außerdem sind die Selbstbedienungsbereiche zur Geldversorgung nach wie vor 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet“, erklärte Giessing.

„Da, wo sich andere Banken längst aus der Fläche zurückgezogen haben, planen wir sehr sensibel und kundenverträglich und setzen alle Hebel in Bewegung auch in Zukunft mit unseren 22 Geschäftsstellen ganz nah an den Menschen in der Region zu sein“, ergänzt Kroll.

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