Künftig kann im eigenen Dorf gefeiert werden

Von: Georg Schmitz
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Nach dem Ausschachten wird das Fundament für den neuen Anbau des bald als Vereinsheim genutzten alten Feuerwehrhauses erkennbar. Uber den Fortschritt freuen sich Gabi Kals-Deußen, Hermann Spiertz und Adam Renja (v.r.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Hatterath. Seit Montag rücken Bürger von Hatterath ihrem alten Feuerwehrhaus mit allerhand Gerätschaften zu Leibe. Hier wird ausgemessen, gegraben, gebuddelt, verschalt, gewerkelt und betoniert, alles auf freiwilliger Basis und zum Wohle des ganzen Dorfes.

Nachdem die beiden Löscheinheiten Gillrath und Hatterath der Freiwilligen Feuerwehr zu einer Einheit verschmolzen und den neuen Standort an der Kreisbahnstraße bezogen hatten, beschloss der Rat der Stadt Geilenkirchen im April 2009, das frei gewordene Feuerwehrgerätehaus in der Professor-Mendel-Straße an die Interessengemeinschaft Hatterath zu verkaufen.

Die IG erwarb das Haus zum symbolischen Preis von einem Euro und beschloss ihrerseits, das Gebäude herzustellen und den Vereinen sowie der Dorfbevölkerung als „Bürgerhaus” zur Verfügung zu stellen. Da gab es aber noch einiges zu tun, denn mit der baulichen Substanz stand es nicht zum Besten. Am vergangenen Montag war es dann soweit und in einem ersten Schritt wurde der Efeubewuchs von den Außenmauern entfernt.

Zwei Wochen zuvor hatten die 50 IG-Mitglieder und Bürger von Hatterath auf einer Dorfversammlung die Gewerke an die dafür in Frage kommenden Gruppen vergeben. Diplom-Ingenieur Wolfgang Beckers, gleichzeitig auch stellvertretender Vorsitzender der Interessengemeinschaft, hat die Planung für das Bauvorhaben erstellt. Demnach wird das alte Feuerwehrhaus um einen Anbau erweitert und für diesen wurde in den letzten Tagen das Fundament erstellt.

IG-Vorsitzende Gabi Kals-Deußen freut sich über das neue Bürgerhaus und sieht positiv in die Zukunft: „Die Hatterather müssen immer aus dem Dorf raus, weil kein Veranstaltungsraum zur Verfügung steht”, bedauert sie den aktuellen Zustand.

Aber das werde bald ein Ende haben und im nächsten Jahr könne das neue Vereinsheim von allen Bürgern genutzt werden. Der Name „altes Feuerwehrhaus” soll beibehalten werden, denn: „Der Wiedererkennungsfaktor muss gewährleistet sein”, so Kals-Deußen. Auch das für Feuerwehrhäuser typische rote Tor wird erhalten bleiben, allerdings von innen mit einer Geräusch- und Wärmedämmung versehen.

Die SPD-Stadtverordnete ist dankbar für die Unterstützung der Stadt Geilenkirchen, deren Bauhofmitarbeiter in den letzten Tagen ebenfalls emsig zu Gange sind. Das Einsetzen von Erneuerbaren Energien lag Gabi Kals-Deußen ebenfalls am Herzen, deshalb freut sie sich, dass hier mit Pellets geheizt wird.

Für das vollkommen ehrenamtliche Engagement der Helfer hat Gabi Kals-Deußen eine flexible Einsatzliste erstellt. „Die meisten können ja erst nach der Arbeit kommen”, ist die Begründung. Bei der Maßnahme ist naturgemäß viel Sachverstand gefragt, und da ist die IG froh, dass der in Form von Fachkräften im Dorf vorhanden ist.

Neben Fundament und Maurerarbeiten stehen die Erneuerung der Fenster, der Elektrotechnik und des Sanitärbereiches an. Am Ende muss auch noch das Mobiliar besorgt werden. Gabi Kals-Deußen lobt die freiwilligen Helfer, die unter dem Koordinator Hermann Spiertz tagaus, tagein unentgeltlich arbeiten in höchsten Tönen.

„Hermann ist die gute Seele der Baumaßnahme, er ist mit Herzblut bei der Sache”, weiß die Stadtverordnete. Wenn im kommenden Jahr das Vereinsheim fertig gestellt sein wird, stehen den Hatterathern 112 Quadratmeter Bürgerraum zur Verfügung - plus der sanitärem Räume. Dann müssen die Menschen des kleinen Dorfes zum Feiern nicht mehr in andere Orte ausweichen.
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