Kreisverwaltung nimmt Sonntag in Schutz: „Kein Fehlverhalten“

Von: jpm
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Geilenkirchen. Die Heinsberger Kreisverwaltung nimmt Arno Sonntag, der am Nierstraßer Weg in Geilenkirchen zurzeit mehrere Häuser bauen lässt, gegenüber Kritik aus der Politik in Schutz.

Dies geht aus einem Schreiben des zuständigen Mitarbeiters der Unteren Landschaftsbehörde, das vor rund zwei Wochen an den Grünen-Chef Jürgen Benden und in Kopie an die Geilenkirchener Stadtverwaltung ging, hervor.Redaktion vor.

„Im Ergebnis ist Herrn Sonntag nach meiner Einschätzung kein Fehlverhalten anzulasten“, heißt es darin. Das Schreiben liegt unserer

Hintergrund ist die bereits seit einigen Wochen heftig geführte Diskussion um die Ausweisung eines geschützten Grundstücks als Bauland. Die grüne Fraktion kritisiert dieses Vorhaben insbesondere wegen der befürchteten Schaffung eines Präzedenzfalls zuungunsten von Natur- und Landschaftsschutz und wirft den Beteiligten „Klüngel“ und „Gefälligkeitsplanung“ vor. Losgetreten worden war das Thema auch dadurch, dass Sonntag eine Hecke sowie mehrere Bäume auf dem Grundstück zurückgeschnitten hatte.

In dem Schreiben des Kreises Heinsberg wird die Darstellung Sonntags bestätigt, dass dieser vor dem Rückschnitt die Landschaftsbehörde telefonisch um Erlaubnis gebeten hatte. Im Rahmen des Telefonats sei „keine Notwendigkeit für einen schriftlichen Antrag gesehen worden“, heißt es.

Auch eine Genehmigung sei nicht erforderlich gewesen, vielmehr hätten die Gehölze im vorliegenden Fall „bedarfsgemäß“ und „abschnittsweise“ auf Stock gesetzt werden dürfen. „Herr Sonntag hielt bei der geplanten Vorgehensweise auch das für solche Maßnahmen zulässige Zeitfenster von Oktober bis Ende Februar ein. Zu vermerken ist auch, dass die Hecke entlang des Nierstraßer Weges absprachegemäß nicht angetastet wurde“, heißt es weiter.

Arno Sonntag ist damit behördlicherseits entlastet worden. Jürgen Benden sowie sein Parteifreund Dr. Stefan Evertz hatten in einem Interview mit unserer Zeitung (Ausgabe vom 17. Juni) allerdings ohnehin durchblicken lassen, dass ihre Kritik sich insbesondere gegen Kreis- und Stadtverwaltung richtet. An dieser Kritik dürfte sich auch nichts geändert haben. Die Grünen haben mittlerweile die Bezirksregierung um Prüfung der Vorgänge gebeten.

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