Kreative Künstler treffen Oldtimer-Fans

Von: Udo Stüßer
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Sie freuen sich auf die Ausstellung: die Künstler Brigitte Breiksch-Elkenhans, Karin Förster und Michael Schniedermeier mit Loherhof-Geschäftsführer Freddy Solty (von links). Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Bereits zum 14. Mal treffen sich zur „GK.LifeART“ mehr als zwanzig Künstler und stellen ihre Kunstwerke aus. Mehr als 1000 Besucher werden zu diesem Event erwartet. Eine Entwicklung, mit der selbst Organisatorin Brigitte Breiksch­-Elkenhans nicht gerechnet hätte.

Brigitte Breiksch­-Elkenhans, diplomierte Grafik-Designerin aus Geilenkirchen, kann sich noch recht gut an den verregneten Sonntag anno 2001 erinnern: Neun Künstler aus der Region präsentierten sich und ihre Werke im Blumenviertel. „Ich wollte Künstler zusammenbringen, und ich wollte, dass Künstler vor Publikum auf der Straße arbeiten“, blickt Brigitte Breiksch­-Elkenhans auf die Anfänge der „GK.LifeART“ zurück. Trotz des Dauerregens kamen damals 400 Besucher und informierten sich über die Schaffenskraft der Aussteller. In den folgenden beiden Jahren fand diese Ausstellung in der Realschule statt. Da waren es bereits 14 Künstler, die auf sich aufmerksam machten.

Am Sonntag, 3. September, findet die „GK.LifeART“ zum 14. Mal im Sportpark Loherhof statt. Mehr als 20 Künstler – Autodidakten und Profis – stellen sich vor, wie in den vergangenen Jahren werden an diesem Tag rund 1000 Besucher erwartet. „Es soll auch ein Forum für Künstler sein, die nicht studiert haben, sondern ihre künstlerischen Fähigkeiten in ihrem Keller im Verborgenen ausleben“, erklärt Freddy Solty, Geschäftsführer des Sportparks Loherhof.

Öl-, Portrait- und Acrylmalerei, Skulpturen, Papierkunst, Holzarbeiten, Airbrush, Filzarbeiten, Deko und Teddybären: Die Arbeiten, die die Künstler zeigen, sind sehr vielfältig. „Kreativität verbindet, außerdem lernt man andere Menschen kennen“, freut sich Breiksch-Elkenhans auf die nächste Ausstellung. Freddy Solty selbst ist ein großer Freund der Kunst: Schließlich hat sein Sohn Tom Kunst studiert und arbeitet heute als Designer und Illustrator in Berlin. Tom Solty, bekannt auch als Graffiti-Künstler, gehört an diesem Sonntag ebenfalls zu den Ausstellern. „Müsste ich mich heute noch einmal entscheiden, so würde ich Kunst studieren“, bekennt auch Freddy Solty, der als junger Mann ein eher trockenes Jurastudium absolviert hat.

Einer, der sich vor vielen Jahren für ein Kunststudium entschieden hat, ist Michael Schniedermeier. Der Aachener Bildhauer ist zum ersten Mal im Sportpark Loherhof dabei. Neun Jahre lang hat Schniedermeier nach einer Ausbildung zum Technischen Zeichner Kunst in Düsseldorf und Maastricht studiert.

Der 64-Jährige lehrte 32 Jahre als Dozent an der Fakultät für Architektur der RWTH Aachen im Fach Plastik und Bildhauerei und hat ein Atelier im alten Autobahnzollamt Aachen-Lichtenbusch. Holz- und Bronzeplastiken fertigt er in einer Größe von zehn Zentimetern bis lebensgroß an.

Menschenbilder sind es, die er in seinen Plastiken verewigt und bei der „GK.LifeART“ zeigt. Anregungen für seine Arbeiten findet er in seinem Stammcafé in Aachen. „Ich beobachte Szenen, sehe Streit, Ablehnung und Zärtlichkeit. Man muss sich nur mit offenen Augen in ein Café setzen, und schon entdeckt man einen Mikrokosmos“, sagt Schniedermeier.

Er beobachtet die Menschen auf der Straße, ihre Mimik, ihre Gestik, entdeckt deren Körperhaltung: „Die Hände und Füße sind sehr aussagekräftig. Wenn jemand auf seinen Fußspitzen steht, steht er unter Spannung“, sagt er. Viele seiner Kunstwerke haben ihre Vorbilder in der Mythologie. Der Minotauros, die Gestalt der griechischen Mythologie mit menschlichem Körper und Stierkopf, hat es ihm angetan.

„Griechische Sagen haben mich nicht losgelassen, mit ihnen setze ich mich in meiner Kunst auseinander“, sagt er. Schniedermeier ist nicht nur ein Kenner der Mythologie, auch auf dem Gebiet der Kunstgeschichte ist er zu Hause. „In der Geschichte liegen unsere Wurzeln, die Wurzeln unserer Kultur“, sagt er. Für Schniedermeier ist Kunst Arbeit. „Künstler ist ein schwerer Beruf. Denn Kunst ist eine Sprache, die man sehr deutlich sprechen muss“, sagt er.

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