Geilenkirchen - Kran nicht eingefahren: 33-Tonnen-Lastwagen beschädigt Brücke

Kran nicht eingefahren: 33-Tonnen-Lastwagen beschädigt Brücke

Von: Georg Schmitz
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Ein offenbar zerstreuter Lkw-Fahrer sorgte am Samstag für einen großen Einsatz auf der Bundesstraße bei Hünshoven. Mit dem nicht eingefahrenen Ladekran rammte und beschädigte er eine Brücke. Foto: Georg Schmitz
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Ein offenbar zerstreuter Lkw-Fahrer sorgte am Samstag für einen großen Einsatz auf der Bundesstraße bei Hünshoven. Mit dem nicht eingefahrenen Ladekran rammte und beschädigte er eine Brücke. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Wegen eines Verkehrsunfalls ist die Ortsumgehung Geilenkirchen (Bundesstraße 56/221) zwischen den Anschlussstellen Hünshoven und Hommerschen am Samstag für rund drei Stunden gesperrt worden. Der Gesamtschaden wird nach ersten Erkenntnissen der Polizei auf mindestens 60.000 Euro geschätzt, Verletzte gab es keine.

Gegen 8.50 Uhr war ein 49-jähriger Mann aus Heerlen (Niederlande) mit seinem 33-Tonnen-Lastkraftwagen aus Richtung der Kiesgruben in Hünshoven kommend auf die Bundesstraße aufgefahren. Bei seinem vorherigen Arbeitseinsatz hatte der 49-Jährige offensichtlich vergessen, den zum Be- und Entladen genutzten Kranausleger auf dem 33-Tonner komplett einzufahren. Der hochragende Ausleger rammte die Betonbrücke der über die Bundesstraße führenden Landesstraße 164 und riss dabei das Schutzgeländer nieder.

Von Ladefläche abgerissen

Zudem zerstörte das schwere Stahlteil ein für die Abwässer angebrachtes Abflussrohr, so dass das Regenwasser ungehindert auf die darunter liegende Umgehungsstraße floss. Der Ladekran wurde bei der Brückenberührung von der Ladefläche abgerissen. Er fiel auf die Fahrbahn und wurde noch ein Stück mitgeschleift, bevor der Lkw zum Stillstand kam.

Aus dem Unfall entwickelte sich ein Einsatz, an dem neben der Polizei, der Löscheinheit Geilenkirchen der Freiwilligen Feuerwehr, dem Bauhof der Stadt und dem Wasserwerk auch ein Statiker beteiligt war. Letzterer überprüfte, ob die Statik der Brücke nach dem Zusammenprall noch sichergestellt war. Die Feuerwehrkräfte beseitigten ausgelaufenes Hydrauliköl und dichteten die Bodeneinläufe auf der Brücke ab, so dass kein Wasser mehr aus dem zerstörten Abflussrohr auf die Umgehungsstraße fließen konnte.

Sicherung durch den Bauhof

Ein spezieller Kranwagen und ein Abschleppwagen waren notwendig, um den schweren Ausleger des verunglückten Lastwagens zu bergen. Dieser wurde später auf den zwar beschädigten, aber fahrbereiten Lkw gehievt.

Während der gesamten Zeit war die Bundesstraße 56/221 in dem Brückenbereich gesperrt. Nach Sicherung des Geländers durch den städtischen Bauhof und Überprüfung der Brückenstatik wurden Ortsumgehung und Brücke kurz nach Mittag wieder für den Verkehr freigegeben.

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