Kosten für den neuen Kreisverkehr steigen

Von: mabie
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Vor allem die aus Richtung Rathausplatz kommenden Kraftfahrer müssen am Knotenpunkt An der Linde/Friedrich-Ebert-Straße viel Geduld aufbringen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. In Zeiten schlechter Haushaltsnachrichten ist ein Bau- und Umweltausschuss immer ein Füllhorn von Überraschungen. So ähnlich sahen es auch die Ausschussmitglieder am Donnerstagabend. Denn der schon länger geplante Kreisverkehr an der Kreuzung Friedrich-Ebert-Straße/An der Linde in der Nähe der Übacher Feuerwehr wird nun teurer als erwartet.

Rund 100.000 Euro Mehrkosten seit der ersten Planung vor etwa fünf Jahren sind dabei herausgekommen. Planer Heiko Schmelzer vom gleichnamigen Ingenieurbüro schlüsselte die zusätzlichen Kosten auf. Der größte Posten entfällt dabei auf die Beleuchtung, die mit 20.000 Euro allein von der Stadt Übach-Palenberg getragen werden muss. 14.000 Euro kommen aufgrund der Preiserhöhungen im Baugewerbe hinzu, mit 10.000 Euro werden verbesserte Bordanlagen kalkuliert, rund 8500 Euro entfallen auf gestiegene Baunebenkosten, schließlich werden noch 7500 Euro mehr für Ausgleichsmaßnahmen und die Bepflanzung fällig.

Bei nun auf 425.000 Euro gestiegenen Gesamtkosten, in denen nach Auskunft des Beigeordneten für Planen und Bauen, Volker Schlüter, nun alles enthalten ist, bleibt die rund 75-prozentige Förderung durch das Land, die Beleuchtung ausgenommen, aber erhalten. Für die Stadt ergibt sich somit ein Anteil von 120.000 Euro statt 80.000 Euro an den Baukosten. „Die Chance, die wir an dieser Stelle mit der Finanzierung des Landes haben, ist einmalig und kommt so nie wieder”, rief Schlüter in Erinnerung.

Damit spielte er auf das finanztechnische Konstrukt an, bei dem die Stadt in Vorleistung für die Gesamtsumme geht, und aller Voraussicht nach unverzinst im Jahr 2012 zurückbekommt. Zudem sei dieser dreiarmige Kreisverkehr mit 30 Metern Durchmesser eine laut Schlüter „ganz wesentliche Maßnahme” um das innerstädtische Verkehrskonzept für Übach zu erneuern. Denn bislang müssen sich vor allem aus dem Bereich Rathausplatz kommende Kraftfahrer in den schnellen Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße einfädeln, was laut Planer Schmelzer auch ein erhöhtes Unfallrisiko berge.

Mit einer acht Meter breiten Kreisfahrbahn und einem erhöhten wie auch begrünten Innenkreis von 14 Metern Durchmesser stelle sich der Kreisverkehr nach Ansicht des Planers dem hohen Verkehrsaufkommen auf dieser Achse.

Neu ist auch die Geländegestaltung am abzweiglosen Bereich des Kreisels. Dort wurde bereits gerodet, vor dem Bau wird das Gelände teilweise abgetragen und dem Niveau des Kreisverkehrsbaues angepasst. Probleme, die einige Ausschussmitglieder bei Einsätzen der Feuerwehr vermuteten, wurden durch Stadtbrandinspektor Gottfried Mannheims zerstreut. Zwar müsse die Wehr auf einen Ankerpunkt zum Testen von Seilwinden, sowie auf zwei Parkplätze verzichten. Doch wie Volker Schlüter ergänzte, werde der Ankerpunkt zum Gelände des Baubetriebshofes verlegt und die Stellplätze am Floriansweg neu geschaffen. Die Ein- und Ausfahrtsituation stelle sich durch eine Verbreiterung der vorhandenen Einfahrt problemlos dar, „selbst für unsere Drehleiter”, wie Mannheims bestätigte.

Einzig die gestiegenen Kosten, 50 Prozent mehr als noch vor Jahren kalkuliert, bereiteten den Ausschussmitgliedern Kopfzerbrechen. So wurde die Planung einstimmig, vorbehaltlich der Haushaltsberatungen, begrüßt.
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