Gangelt - Kooperationsvertrag: Ein starkes Bündnis für die Schüler

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Kooperationsvertrag: Ein starkes Bündnis für die Schüler

Von: Udo Stüßer
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Sven Seidel, Didaktischer Leiter der Sekundarschule Haaren, Gabriele Hilger, Leiterin der Arbeitsagentur Aachen-Düren, Stephan Schmidt, Personalleiter von ViaNobis, und Uwe Böken, Leiter der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen, haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Foto: Georg Schmitz

Gangelt. Junge Menschen können von nun an in den Gangelter Einrichtungen Maria Hilf den Grundstein für ihren beruflichen Werdegang legen.

Unter der Überschrift „Zukunft beginnt heute – Wir gehen voran“ haben Vertreter der Agentur für Arbeit Aachen-Düren, der Katharina Kasper ViaNobis Gmbh, wie die Gangelter Einrichtungen offiziell heißen, der Sekundarschule Haaren und der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen am Freitag eine Kooperationsvereinbarung unterschrieben, durch die Schüler beider Schulen frühzeitig Berufsfelder erkunden, eigene Kompetenzen feststellen und durch Betriebspraktika die Arbeitswelt kennenlernen.

Diese Kooperation bietet nicht nur den Schülern Vorteile: „Auch wir als Arbeitgeber stehen im Wettbewerb um Talente“, erklärt Stephan Schmidt, Personalleiter von ViaNobis.

Diese Kooperation wurde vor dem Hintergrund eines Konzeptes der Landesregierung abgeschlossen, das den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium unter dem Motto „Kein Abschluss ohne Anschluss“ verbessern soll. Bereits in der achten Klasse gibt es grundsätzlich für jeden Schüler eine Potenzialanalyse, nach der dem Schüler drei Berufsfelder empfohlen werden.

In der neunten Klasse soll dann in einem der Berufe ein zwei- bis dreiwöchiges Praktikum absolviert werden. „3000 Schüler suchen dann im Kreis Heinsberg ein Praktikum. Wir haben jetzt einen vertraglich fixierten Kooperationspartner“, freute sich Dr. Martin Kerkhoff von der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule.

„Wir wollen jungen Menschen beim Heranführen an die Berufswelt maximale Unterstützung geben“, sagte Personalleiter Stephan Schmidt. Er gestand aber auch: „Wir haben Bedarf an jungen Mitarbeitern. Auch das ist unsere Motivation.“

Gabriele Hilger, Leiterin der Arbeitsagentur Aachen-Düren, erläuterte, dass die Zahl der Schulabgänger an allgemeinbildenden Schulen im Kreis Heinsberg von 3000 in diesem Jahr auf 2500 im Jahr 2020 zurückgeht. „Wir müssen aber den Fachkräftebedarf der Zukunft decken“, sagte sie und meinte weiter: „Nur mit gemeinsamen Anstrengungen kann es gelingen, möglichst vielen Jugendlichen auf dem Weg von der Schule in die Arbeitswelt die Unterstützung zu bieten, die individuell erforderlich ist, um dann die bestmögliche Entscheidung zu treffen.“

Diese Kooperationsvereinbarung zwischen Agentur für Arbeit, Via Nobis, Sekundarschule und Gesamtschule sei die erste im Kreis Heinsberg. „Ich hoffe aber, dass noch viele Betriebe nachkommen. Wenn wir auch in Zukunft Fachkräfte haben wollen, sollte solch eine Kooperation eine Selbstverständlichkeit sein“, erklärte sie.

Der Geilenkirchener Gesamtschulleiter Uwe Böken lobte die Kooperation, meinte aber auch, sie sei über Praktika hinaus ausbaufähig. Sven Seidel, Didaktischer Leiter des Sekundarschule Haaren, wies auf eine fünfjährige gute Zusammenarbeit seiner Schule mit den Gangelter Einrichtungen hin. „Dieser Kooperationsvertrag festigt das.

Es ist gut zu wissen, dass wir unsere Schüler in einen Betrieb geben, in dem sie gut aufgehoben sind.“ Silke Kroner-Kasnitz, stellvertretende Personalleiterin von ViaNobis, erinnerte bei der Gelegenheit auch an die gesellschaftliche Verantwortung, die man durch die Ausübung eines Pflegeberufes übernehme. „Und man kann in einem Pflegeberuf auch Geld verdienen und weiterkommen“, warb sie.

Wie die Agentur für Arbeit bei mitteilt, schrumpft das Angebot schulisch gut ausgebildeter Bewerber im Kreis Heinsberg und damit das Potenzial für qualifizierten Nachwuchs. Im Zeitraum von 2011 bis 2030 gehe die Zahl der 19- bis 25-Jährigen von 18.500 auf 12.600 (-31,8 Prozent) zurück.

Gleichzeitig steige die Anzahl der 65- bis 80-Jährigen von 35.900 auf 52.600 (+46,3 Prozent) an. Die Unternehmen im Kreis Heinsberg spürten bereits heute in verschiedenen Branchen Fachkräfteengpässe. „Wir haben in unserer Einrichtung die Zahl der Auszubildenden stetig gesteigert, um die Lücken füllen zu können“, erklärt Silke Kroner-Kasnitz. Mit der Kooperation soll jungen Menschen frühzeitig eine Perspektive eröffnet werden.

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