Kooperation steht: Schulabschluss mit Übergang zum Beruf

Von: mabie
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Sie besiegelten die offizielle Kooperation im „Projekt Betrieb und Schule” (v.l.): Angelika Müller-Mingenbach von der Comeniusschule, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch und Johannes Nellißen von der Gemeinschaftshauptschule Ubach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg/Marienberg. Das lustige Sockentheater zum Stück „Jingle Bells” klang allen Gästen noch in den Ohren. Dann wurde anlässlich der Adventsfeier in der Comeniusschule noch ein ganz besonderes Geschenk ausgepackt. Die Förderschule und die Gemeinschaftshauptschule besiegelten mit einem Kooperationsvertrag offiziell, was hinter den Kulissen schon seit einiger Zeit erfolgreich passiert.

Konkret geht es um das „Projekt Betrieb und Schule”, kurz einfach „BUS”. Es handelt sich um ein vom Schulministerium des Landes Nordrhein-Westfalen unterstütztes Projekt für Jugendliche der Jahrgangsstufen sieben bis zehn. Es richtet sich, so die offizielle Wortwahl, „an sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte vollzeitschulpflichtige Jugendliche der Schulformen Hauptschule, Gesamtschule und Förderschule”.

Das bedeutet: Schulschwänzern, Schulmüden und Schulverweigerern soll damit ein Abschluss der Schule und der Übergang in das Berufsleben erleichtert werden. „Wir nutzen BUS schon und haben noch Plätze frei, die wir gerne der Hauptschule zur Verfügung stellen”, berichtet die Leiterin der Comeniusschule, Angelika Müller-Mingenbach, dazu. Ziel für sie ist eindeutig, die Jugendlichen beim Einstieg in das Berufsleben zu unterstützen.

Die Schüler nehmen in diesem System an drei Tagen in der Woche am regulären Unterricht teil, während sie an zwei weiteren Wochentagen in einem Betrieb arbeiten. Nach dem Praktikumsjahr werden die jungen Menschen für ein weiteres halbes Jahr von einer Fachkraft der Schule im Berufsalltag betreut.

Diese langfristig angelegte Kooperation hat, wie Johannes Nellißen, Leiter der Gemeinschaftshauptschule Übach-Palenberg, ergänzt, schon länger „hinter geschlossenen Türen” funktioniert. „Wir freuen uns jetzt aber, die Zusammenarbeit mit dem Segen des Schulträgers öffentlich zu machen”, so Johannes Nellißen weiter. Er freue sich, in der Comeniusschule einen Partner gefunden zu haben, der dabei hielfe, auch Hauptschüler diesen Erfolg versprechenden Weg einschlagen zu lassen.

Das Programm begrüßt solche Kooperationen ausdrücklich, und auch die teilnehmenden Betriebe profitieren davon, hieß es. Schließlich würden für die Bereitstellung eines Jahrespraktikumsplatzes auf Antrag immerhin 1500 Euro Zuschuss fällig. „Gerade in einer Zeit, in der wenig Geld zur Verfügung steht, ist es umso wichtiger, dass man Dinge zusammen macht”, fand auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch als Vertreter des Schulträgers.

Diese Kooperation, die es zurzeit zwei Schülern der Hauptschule ermöglicht, an „BUS” teilzunehmen, sei „ganz wichtig”, so der Verwaltungschef. Während die schöne Adventsfeier an der Comeniusschule mit Zauberei, einem Weihnachtsrap, Gedichten, Basar samt Cafeteria und vielen Ständen weiterging, erinnerten sich die Gäste an das Eröffnungslied. Darin sangen die Kinder der U2, dass ein jedes Kind einen Engel brauche.
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