Kooperation mit Maria Hilf besiegelt

Von: hama
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Den Kooperationsvertrag zwischen der Mercatorschule und den Gangelter Einrichtungen unterschrieben Uwe Steckemetz (IHK), Leo Wennmacher (Gangelter Einrichtungen), Marcel Driessen (Mercatorschule), Ewald Wagner (Kurs) und Schulamtsdirektor Josef Lemoine (v.l.). Foto: Hamacher

Gangelt. „Diese Schülerinnen und Schüler möchten ihre Aufgabe im Leben finden”, umriss Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen den Wunsch der rund 100 Mercatorschüler, die auf dem Weg ins Leben nach Kräften vom Kollegium der Sonderschule unter der Leitung von Marcel Driessen unterstützt werden.

Als Dritter in diesem Boot konnten jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Gangelter Einrichtungen Maria Hilf begrüßt werden. „Kurs” heißt das Projekt und ist die Abkürzung für „Kooperationsnetz Unternehmen der Region und Schulen”. Es wurde 1999 zunächst von einigen Industrie- und Handelskammern als Modellprojekt gestartet.

Seit Frühjahr 2003 ist es offizielles Programm der Bezirksregierung Köln mit den Kammern als Partner. Mit der Unterschrift unter einen Vertrag zwischen Bezirksregierung und IHKs wurde das Startsignal zu einer flächendeckenden Institutionalisierung und zum Aufbau regionaler Kooperationsnetze im Regierungsbezirk Köln gegeben. In Gangelt wurde jetzt im Rahmen des Schulfestes der erste Vertrag dieser Art im Kreis Heinsberg unterzeichnet.

Leo Wennmacher als Vertreter der Gangelter Einrichtungen erinnerte sich in seiner kurzen Begrüßung an den Spruch, der heute noch an der alten Volksschule (Mercator-Hotel) zu lesen ist. „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir”, steht da in Sandstein gemeißelt. „Es hat etwas gedauert, bis ich den Sinn verstanden habe”, schmunzelte Wennmacher, war sich aber sicher: „Diese Schule hat sich dieser Idee verpflichtet!”

Man müsse den Kindern Ziele aufzeichnen. „Wir möchten dabei helfen, realistische Ziele zu erreichen”, umschrieb Leo Wennmacher die Motivation der Gangelter Einrichtungen zu dieser Partnerschaft.

Vor zwei Jahren, so erzählte Marcel Driessen, habe die Zusammenarbeit mit den Gangelter Einrichtungen und andern Unternehmen begonnen. Da müsse doch mehr draus zu machen sein, erinnerte er an die Suche nach Dauerhaftigkeit; es müsse darum gehen, „seinen” Schülern einen Weg in eine positive Zukunft zu weisen.

Dass mittlerweile einer der ehemaligen Mercatorschüler einen Arbeitsvertrag bei den Gangelter Einrichtungen unterschrieben habe, spreche ja nur für diese Zusammenarbeit. Zukünftig werden die Achtklässler ausführlich die Vielfalt der Arbeitsangebote im ehemaligen Gangelter Kloster kennenlernen.

Für die Neuntklässler wird es dann ein Blockpraktikum geben und für zwei Schüler der zehnten Klassen Langzeitpraktika in der Pflege und im Handwerk. Als Vertreter des „Kurs”-Basisbüros beim Schulamt des Kreises Heinsberg sah Ewald Wagner in der neuen Partnerschaft „ideale Voraussetzungen” für beide Seiten.
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