Konzertchefs zwischen Abi-Tests

Von: a.s.
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Die Band „The Stars will bleed“ aus Heinsberg unterhielt das Publikum mit Musik aus den Genres Post-Hardcore und Spacepunk. Foto: Andrea Schever
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Die Organisatoren Lenard Baron (l.) und Sascha Ohlenforst durften sehr zufrieden sein mit dem Rockkonzert.
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Vorbereitung auf das Konzert: Away from Reality, die Schülerband der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule, probt für ihren Auftritt bei Judged by Rock. Foto: Daniel Gerhards
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Geilenkirchen-Bauchem. Von Hard Rock über Pop-Rock, von Spacepunk bis zu Melodic Death Metal. Wer beim Konzert „Judged by Rock“ in der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule klassischen Rock suchte, wurde mit weitaus mehr überrascht. Die sechs Bands, die aufspielten, begeisterten das Publikum.

Organisiert wurde das Konzert mit beachtlichem Lineup von zwei Abiturienten der Gesamtschule. Irgendwo zwischen Schulbank, Lernen und Abi-Prüfung organisierten Lenard Baron und Sascha Ohlenforst in gerade einmal zwei Monaten das Event in der Aula. „Es war eine sehr intensive Zeit, wir alle waren gestresst“, erinnert sich Sascha, dennoch lachend. „Wir alle haben in diesen Wochen des Organisierens wahrscheinlich mehr Zeit in der Schule verbracht als in den Jahren zuvor.“

Der Stress erscheint kurz vor dem Konzert lohnenswert: „Solang die Leute heute Abend Spaß haben und die Bands die Möglichkeit, kulturell etwas für Geilenkirchen zu tun, hat sich der ganze Aufwand gelohnt“, sagt Sascha Ohlenforst. In den vergangenen vier Wochen ging es vor allem darum, Sponsoren zu finden, Flyer und Plakate zu drucken, zu verteilen und die Technik für den Abend zu organisieren. „In der Promo-Woche“, erzählt Sascha, „war zwar schlechtes Wetter, und das war etwas demotivierend, aber heute am Konzertabend spielt das Wetter ja mit.“ Positiv überrascht seien sie auch von der Reaktion an den anderen Schulen im Stadtgebiet gewesen. Als sie vom Konzert hörten, hängten sie auch Plakate aus.

Über die eigens eingerichtete Facebook-Seite waren interessierten Gruppen aus der Umgebung aufgerufen, sich zu bewerben. Sogar aus Köln kamen dann mehrere Anfragen. Aus dieser langen Liste von Anbietern dann jedoch das endgültige Lineup zusammenzustellen, war langwierig: „Wir haben den ganzen ersten Monat damit verbracht, uns die Bands anzuhören“, erzählt Sascha Ohlenforst, „und haben lange gebraucht, um uns zu entscheiden. Wir wollten nämlich ein möglichst alle Bereiche des Rocks umfassendes Programm zusammenstellen.“ Und da bei diesem Vorhaben nicht gleich drei Pop-Rock-Gruppen auftreten konnten, musste etlichen wegen Dopplungen abgesagt werden.

Die Wahl fiel letztendlich auf „Good Fellas“ aus Geilenkirchen (Rock‘n‘Roll), „The dirty Minds“ (Hard Rock) und „The Pitch Pipes“ (Pop-Rock) aus Aachen, „The Stars will bleed“ aus Heinsberg (Post-Hardcore/Spacepunk), „Divine:­ Zero“ aus Erkelenz (Melodic Death Metal) und „Away from Reality“ aus Geilenkirchen (Rock). Jede der Bands, die bereitwillig ohne Gage auftraten, bekam rund 35 Minuten Spielzeit und konnte die rund 200 Gäste nach bestem Können insgesamt bis Mitternacht unterhalten.

Bewertungen wie „Voll gut hier!“ oder „Auch wenn ich sonst nicht auf solche Konzerte gehe, hat es sich heute echt gelohnt“, sollten die Organisatoren noch am Abend glücklich machen – und ihres Erfolges sicher.

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