„Konzert an besonderem Ort“ der Musikschule Geilenkirchen

Von: Renate Kolodzey
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Besondere Atmosphäre in der Kirche: Jungmusiker Simeon Heyderhoff spielt auf seinem Cello vor dem Barockaltar. Foto: R. Kolodzey

Geilenkirchen. „Ich hatte alle Ortsvorsteher wegen des Konzerts angeschrieben, und Theresia Hensen aus Grotenrath sagte gleich zu“, sagte Gabriele Lennartz, Geschäftsführerin der Musikschule Geilenkirchen. So konnte die Aufführung wieder einmal an einem „besonderen Ort“ stattfinden – diesmal in der Katholischen Kirche St. Cornelius in Grotenrath.

Michael Seelinger, Vorstandsvorsitzender des Vereins, hieß die Gäste herzlich willkommen, und Ortsvorsteherin Hensen schloss sich ihm an, wobei sie auf eine Besonderheit der Kirche hinwies – den prächtigen Barockaltar von 1640. Dieser stamme aus dem Fürstentum Liechtenstein, und sei von einer dortigen baufälligen Kirche über Umwege 1931 von der Grotenrather Pfarrgemeinde gekauft worden. Durch die Geschichte des Altars sei die Kirche in der Tat ein „besonderer Ort“.

Seelinger führte durch das Programm, und 26 Schüler der Klassen von Larissa Obst, Kateryna Kanke, Alexandra Javdoschin, Wil Cremers, Eduardo Tow, Daniel Elias, Dr. Dorothea Dolinski, Olja Kataran, Migena Gjata und Olga Kreimer wurden teils von ihren Lehrern beziehungsweise von Frank Heyerhoff und Matthias Kreimer am Klavier begleitet.

Den Anfang machten die Jüngsten aus der Früherziehung der Kita Teveren. Die Vier- bis Sechsjährigen standen teils zum ersten Mal auf der Bühne, und Ina Broens, Anna Gerkens, Zoe Görgens, Leni Heinen, Amy Mendez Matos, Charlotte Jeurissen und Julia Seemann schien der Auftritt mit ihren Klangstäben und Xylophonen zu der Melodie „Eine kleine Geige“ und „Steigt ein Büblein“ von A. Foltz-Zaun richtig Spaß zu machen.

Nun folgten Klavierstücke von Aniko Drabon: Noah Kastka mit „Bärentanz“, Anna-Lea Goergens mit „Yankee-Doodle“, Giulia Urso mit „Piratentanz“ und Chiara Urso mit „Luftballons“ – allesamt gut geübt vorgetragen. Lena Kraut gab, ebenfalls klavierspielend, mit dem flotten „Lavendelblau“ von James Bastian einen Vorgeschmack auf den hoffentlich nicht mehr allzu fernen Sommer, und Saskia Küster entführte die Besucher mit ihrer Gitarre und einer irischen Volksweise, arrangiert von Teuschert/Cremers, schwungvoll auf die grüne Insel.

Fröhlich ging es weiter mit Lily Seferings und der „Etude C-Dur“ von Alexander Godicke auf dem Klavier, und zu einem „Wilden Ritt“ von Anne Terzibaschitsch lud Felix Wahl gefühlvoll auf den schwarz-weißen Tasten ein.

Urbane Beats auf dem Klavier

Flott gezupfte Saiten auf der Gitarre mit Pauline Winzent und dem „Bass-Solo in Moll“ von R. R. Klein bekamen die Zuhörer als nächstes zu hören, während Simeon Heyderhoff seinem Cello mit „Drifting“ von Kathy und Hugh Colledge wohlklingende Töne entlockte. Lebhaft präsentierte Linus Kornetka im Anschluss auf dem Klavier „Urban Beat“ von Daniel McFariane, dagegen stimmte Patrik Weizel auf seiner Geige sanft das „Wiegenlied“ von N. Lysenko an.

Mit ihren Querflöten und „Das klingt so herrlich“ aus der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart bezauberten nun Elena Kühne und Judith Stassen das Publikum, dem sich Helmut Heuschen mit feierlichem Gesang „Ehre sei Gott in der Höhe“ von Franz Schubert anschloss.

Gleich darauf lud Janina Heyderhoff die Gäste mit ihrer Geige und „Gavotte“ von Johann Sebastian Bach zum Träumen ein, gefolgt von Elsa Böttchers „Ave Maria“ von Giulio Caccini mit glasklarem Sopran, sensibel begleitet von Senta Kreimer auf der Geige. Die besinnliche Stimmung in der Kirche wurde noch verstärkt durch Senta Kreimers „Träumerei“ von Robert Schumann, denn sie streichelte ihre Geige förmlich.

Den schwungvollen Abschluss des Konzertes bestritt das Querflöten-Ensemble Elena Kühne, Annika Mund und Judith Stassen unter der Leitung von Pascal Janssen mit Michael Jacksons „Heal the World“.

Die hochzufriedenen Zuschauer, die bereits jeden Auftritt begeistert beklatscht hatten, spendeten am Schluss nochmals üppigen Applaus für die talentierten kleinen und großen Musiker.

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