Geilenkirchen - Konzept für Fliegerhorst-Siedlung rückt in Reichweite

Konzept für Fliegerhorst-Siedlung rückt in Reichweite

Von: mh
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Schlechter Zustand: 21 Prozent der Häuser in der Fliegerhorst-Siedlung stehen leer. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. In die Neugestaltung oder Entwicklung der ehemaligen Fliegerhorst-Siedlung im Stadtteil Teveren, meist „Neu-Teveren“ genannt, kommt Bewegung. Bei seiner ersten Sitzung nach der Wahl gab der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung einstimmig grünes Licht für die Aufstellung eines städtebaulichen Entwicklungskonzepts für die Umbaumaßnahme.

In der Siedlung gibt es zurzeit 294 Wohneinheiten mit 552 Bewohnern bei einer Leerstands-Quote von 21 Prozent. Die Einzel- und Reihenhäuser sind überwiegend im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die stark beschädigten öffentlichen Verkehrsflächen und große Teile der Kanalisation im Besitz der Stadt. Für die Sanierung der Siedlung spricht nach Ansicht der Verwaltung der vor allem in energetischer Hinsicht schlechte Zustand der Häuser aus den frühen 1950er Jahren. Nachdem es in der Vergangenheit keine gemeinsame Linie für die Stadt und die BIMA gegeben hat, signalisierte die BIMA nun ihre Bereitschaft, an einem städtebaulichen Konzept mitzuwirken.

Ziele eines solchen Konzeptes sind für die Stadt Geilenkirchen neben der klimaverträglichen Sanierung von Gebäuden und Flächen auch die Vermeidung weiterer Leerstände und damit der Abriss nicht mehr benötigter Gebäude. Der Ausschuss hatte nun den Grundsatzbeschluss für die Stadtumbaumaßnahme zu fassen sowie über die Erstellung eines Entwicklungskonzeptes zu befinden. An den Kosten für ein solches Konzept in Höhe von 55 300 Euro müsste sich die Stadt mit rund 11 000 Euro beteiligen.

Mit der Feststellung, das sei ein überschaubarer Aufwand, eröffnete CDU-Sprecher Wilhelm Josef Wolff die Diskussion. Der BIMA als Eigentümerin müsse man für die künftige Zusammenarbeit klarmachen, dass der Satz „Eigentum verpflichtet“ nicht nur für Privatleute gilt. Wie Wolff begrüßten auch die Sprecher der übrigen Fraktionen die Erstellung eines Konzeptes.

Für die Bürgerliste schlug Guillaume Dircks vor, die Verwaltung möge die Bewohner schriftlich über die Pläne informieren. Dazu stellte Alexander Jansen, der Leiter des Bau- und Stadtentwicklungsamtes, klar, dass die Bürgerbeteiligung ohnehin von Anfang an gesichert sei. Bei einem späteren Rückbau der Siedlung sei zunächst die BIMA gefordert, , blickte Beigeordneter Markus Mönter in die Zukunft. Die Stadt könne eine eventuelle Finanzierungslücke nicht schließen. Es gebe noch keine Vereinbarung, doch die Bundesanstalt habe zugesagt, keine Verkäufe im Bereich der Reihenhäuser vorzunehmen und bei eventuellen weiteren Veräußerungen nur an Einzelpersonen zu verkaufen.

Mönter konnte auch eine Sorge des Ausschussvorsitzenden Karl-Peter Conrads entkräften: Die Gefahr, dass die Stadt auf den Gesamtkosten für das Konzept sitzen bleibe, falls der Inhalt des Konzepts nicht verwirklicht werde, bestehe nicht. Das Konzept werde unabhängig von seiner Verwirklichung gefördert, sagte der Beigeordnete. Die endgültige Entscheidung soll in der Ratssitzung am 10. September fallen.

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