Geilenkirchen - Konrad-Adenauer-Straße: Wieder stehen die Schranken offen

Konrad-Adenauer-Straße: Wieder stehen die Schranken offen

Von: Jan Mönch
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Beschäftigte wieder mal zahlreiche Bahn-Mitarbeiter, die den Bahnübergang provisorisch mit Flatterband absperrten: Die Schrankenanlage an der Konrad-Adenauer-Straße. Foto: Jan Mönch

Geilenkirchen. Bei Bahnschranken handelt es sich offenbar um sensiblere technische Systeme, als man gemeinhin annehmen mag, jedenfalls ist die Anlage am Bahnübergang Konrad-Adenauer-Straße auffallend häufig defekt.

Auch am Mittwoch staute sich kurz vor der Mittagszeit so wieder die Blechlawine vor geöffneten Schranken, während die Züge hindurchbrausten. Ein fast schon gewohnter Anblick. Diesmal war allerdings kein Defekt verantwortlich, wie ein Bahn-Sprecher mitteilte, vielmehr seien die Schranken absichtlich außer Betrieb genommen worden. Grund hierfür sei gewesen, dass am Übergang Spiegel ausgetauscht wurden. Mitarbeiter der Deutschen Bahn sperrten derweil den Übergang mit Flatterband provisorisch ab, sobald sich ein Zug näherte.

Dass die Schranken sich das letzte Mal nicht mehr rührten, liegt erst rund eine Woche zurück. Als besonders ärgerlich wird dies zu einer Zeit empfunden, da aufgrund der gesperrten Strecke Aachen-Köln mehr als 100 zusätzliche Züge pro Tag Geilenkirchen passieren, darunter Schnellzüge wie der ICE und der Thalys.

Zu einem äußerst brenzligen Vorfall war es Ende März gekommen. Auch damals rührten die Schranken sich nicht, doch anders als am Dienstag kümmerte sich niemand um die provisorische Absperrung. Stattdessen sollten die Züge kurz stehenbleiben, ein Hupsignal abgeben und dann erst weiterfahren. Ein Zug jedoch überquerte damals vor mehreren sprachlosen Augenzeugen ungebremst die Konrad-Adenauer-Straße – eine Autofahrerin konnte gerade noch rechtzeitig anhalten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelte anschließend wegen des Verdachts auf Gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr. Das Verfahren wurde jedoch mittlerweile eingestellt, da der Verdacht sich nicht hinreichend erhärten ließ, wie die Bundespolizei nun auf Nachfrage mitteilte.

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