Kommentiert: Unaufrichtigkeit ist kein Verbrechen

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Kommentiert: Unaufrichtigkeit ist kein Verbrechen

Ein Kommentar von Jan Mönch

Es sei zu spüren, dass die Stadtverwaltung an Vertrauensvorschuss eingebüßt habe. Das sagte kürzlich einer zu mir, der Übach-Palenberg und seine Protagonisten gut kennt. Wenn das stimmen sollte, kann ich dazu nur sagen, dass das Rathaus und sein näheres Umfeld sich dieses Misstrauen hart erarbeitet haben.

Unmittelbar bevor der Bauausschuss das Projekt „Neu-Marienberg“ durchwinken sollte, versuchte man von berufener Stelle, mir weiszumachen, es seien lediglich 40 Grundstücke geplant. Eine Lüge? Sprechen wir lieber zeitgemäß von „alternativen Fakten“.

Am nächsten Tag jedenfalls erfuhr man im Ausschuss, dass es 175 Grundstücke sind, mehr als viermal so viele. Stimmt diese Zahl nun auch nicht so ganz, wie man mittlerweile in Marienberg argwöhnt? Jedenfalls lässt sich an der ganzen Angelegenheit erkennen, dass das Konzept der Aufrichtigkeit in Übach-Palenberg auch nach dem Abschied des Stadtlobbyisten Hartmut Urban einflussreiche Gegner hat. Das ist ebenso unerfreulich wie beunruhigend.

Ich habe im Strafgesetzbuch nachgesehen. Es gibt kein Gesetz, das es verbietet, andere für blöd zu verkaufen. Wer daraus die Maxime seines Handelns macht, sollte allerdings eines sicherstellen: dass er tatsächlich der Schlauere ist.

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