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Kommentiert: Nichts anderes als ein Hilferuf

Ein Kommentar von Jan Mönch

Dass Bürgermeister Jungnitsch das Verhältnis der Stadt zu Hans Münstermann, dem Direktor des Gymnasiums, im Ausschuss als vertrauensvoll bezeichnete, darf man getrost als Folklore abtun. Ohne alte Geschichten wiederkäuen zu wollen, sei an dieser Stelle richtiggestellt: Das Verhältnis ist irreparabel zerstört.

Es kam ja nicht von ungefähr, dass der Direktor mindestens dreimal ausführlich darauf hinwies, für alle Schulen zu sprechen. Wäre Münstermann nämlich allein aufgetreten, hätte es hinterher wieder geheißen: So ist er eben, unser unverbesserlicher Querulant vom Gymnasium.

Dass sich alle weiteren Schulleiter und Schulleiterinnen im wörtlichen wie im übertragenen Sinne hinter ihren Kollegen gestellt haben, macht das schon schwieriger. Dass sie alle ein Problem vermuten, wo keines besteht, würde nicht einmal der gutgläubigste Zeitgenosse annehmen. Ohnehin sollten Übach-Palenbergs Schüler nicht ausbaden müssen, wenn die Verwaltungsspitze sich mit einem Direktor nicht versteht.

Stattdessen sollten die Ratsfraktionen, besonders die CDU, dringend eruieren, wie es kommt, dass die Schulleiter es für nötig halten, einen solchen Auftritt hinzulegen. Wie explizit betont wurde, richtete man sich ja an die Politik. Damit, dass die Zusammenarbeit mit der Verwaltung keine Wünsche offen ließe, dürfte dieser Hilferuf, und nichts anderes war es, sich mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit nicht begründen lassen.

Es ist absehbar, dass nun der Vorwurf erhoben wird, die Schulleiter hätten genau dazu beigetragen, was zu verhindern ist, nämlich dass der Schulstandort gefährdet wird. Und natürlich ist es denkbar, dass es Eltern gibt, die sich jetzt überlegen, ob sie ihr Kind nicht lieber an einer Schule anmelden, die zwar in Baesweiler liegt, dafür aber ordentlich verputzt wurde.

Falls dem so ist, sollten diese Eltern aber auch in Betracht ziehen, dass sie ihr Kind in Übach-Palenberg in die Obhut von beherzten und engagierten Schulleitern geben. Auch das hat der Dienstag im Rathaus gezeigt.

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