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Kommentiert: Fakten sind gefragt

Nein, Herr Bürgermeister. Keiner will das Flugzeug zerreden. Und wir wollen es garantiert nicht kaputtschreiben, wie Sie in der Ratssitzung behauptet haben. Ganz im Gegenteil: Wir wären die ersten, die sich über das neue Geilenkirchener Wahrzeichen freuen und in den wohlklingenden Lobgesang einstimmen würden.

Aber so weit ist es leider noch nicht. Bevor beim Board of Directors der Nato in Brüssel um dieses Flugzeug gebeten wird, muss eine glasklare Kalkulation auf den Tisch. Da darf keine unbekannte Größe offen bleiben. Da müssen alle technischen und finanziellen Fragen geklärt sein. Und das auf viele Jahre hinaus, damit das hübsche Nato-Museum mangels finanzieller Masse nicht in wenigen Jahren zum rostigen Schrotthaufen mutiert. Wie kann man von 100.000 zahlenden Besuchern im Jahr ausgehen? Die Betreiber des Luftfahrtmuseums in Wernigerode in Sachsen-Anhalt, in dem 50 Flugzeuge, Jets und Hubschrauber ausgestellt sind, freuten sich im Jahr 2013 über 50 000 Besucher. Und eine ausgediente Boeing 707 soll 100.000 zahlende Menschen nach Geilenkirchen locken? Und ist an dieser Stelle ein behindertengerechter Zugang möglich? Eine über 100 Meter lange Rampe für Rollstuhlfahrer mit Podesten wäre ein monströses Bauwerk. Bis nicht alle Fakten auf dem Tisch liegen, nehmen die Fragen kein Ende.

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