Kommandeure wechseln bei Awacs

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Für Stephen D. Schmidt, hier rechts mit Gattin Sarah, übernimmt Burkhard Pototzky, hier mit Ehefrau Tatjana, das Kommando auf der Airbase.

Geilenkirchen-Teveren. Doppelter Kommandowechsel am Mittwoch auf dem Nato-Flugplatz Teveren: Brigadegeneral Burkhard Pototzky von der Deutschen Luftwaffe übernahm das Kommando über den Teverener Nato-Verband.

Der bisherige Kommandeur, der amerikanische Generalmajor Stephen D. Schmidt, übernahm die Führung des Nato-Frühwarnflottenkommandos im belgischen Mons, dem die zwei Einsatzverbände aus Geilenkirchen und dem britischen Waddington unterstehen. Der bisherige Kommandeur der Nato-Frühwarnflotte, der deutsche Generalmajor Axel R. Tüttelmann, schied aus dem aktiven Dienst aus.

Vor rund 320 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und vor einer großen Kulisse aus zivilen und militärischen Angehörigen des Verbandes lobte der Vier-Sterne-General John McColl, stellvertretender Kommandeur der Alliierten Streitkräfte Europa, die erfolgreiche Arbeit von Axel Tüttelmann.

Der Awacs-Verband habe seine Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt, die Modernisierung der Flotte sei abgeschlossen. Auf einen Afghanistan-Einsatz sei der Verband vorbereitet, allerdings sei die politische Entscheidung für einen solchen Einsatz nicht gefallen. Sein Dank galt auch Stephen Schmidt für seine in Geilenkirchen geleistete Arbeit und wünschte ihm in seiner neuen Position im belgischen Mons viel Glück.

Ein möglicher Einsatz am Hindukusch war auch immer wieder Thema in den weiteren Reden. Stephen D. Schmidt dankte für die gute Zusammenarbeit bei der Vorbereitung eines möglichen Afghanistan-Einsatzes. Die Nato schätze die Fähigkeiten des Verbandes und die Unterstützung, die er leisten könne, um Leben zu retten und Frieden und Sicherheit für die Allianz sicherzustellen.

Er wolle sein Bestes tun, die Tradition des Erfolges, die durch seine Vorgänger geschaffen worden sei, fortzusetzen. „Die Nato muss in Afghanistan Erfolg haben. Unsere Flotte ist ein Schlüssel des Nato-Einsatz-Managements”, sagte er und forderte: „Wir können und sollten als Unterstützung für ISAF verlegen.” Auch müsse geprüft werden, inwiefern Awacs Anti-Piraten-Operationen unterstützen könne.

Axel Tüttelmann lobte den Awacs-Verband als hervorragendes Beispiel, um den Geist der Allianz zu demonstrieren. Während die Aufgabe des Verbandes während der Zeit des Kalten Krieges eher statisch gewesen sei, dominierten jetzt wesentlich komplexere Einsätze, ein ganzes Spektrum von Operationen innerhalb und außerhalb der Nato-Grenzen.

Und jetzt werde der Fokus auf die Vorbereitung einer möglichen Verlegung gelegt, um ISAF zu unterstützen. Tüttelmann betonte aber, dass eine Verlegung noch nicht erfolgt sei, alles hänge von der Entscheidung der Nato-Nationen ab.

„Wir sind ein Teil der politischen Diskussion über einen möglichen Nato-Awacs-Einsatz als Unterstützung von ISAF-Operationen und können dringend benötigte Fähigkeiten zur Unterstützung unserer Einsatzkräfte in Afghanistan liefern”, erklärte Pototzky. Weiter meinte er: „Das bedeutet, dass wir in allen Bereichen unsere Vorbereitungen zu treffen haben, so dass wir eine mögliche Verlegung kurzfristig durchführen können.”
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