Kommandeur dankt für das Miteinander

Von: Markus Bienwald
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Hauptmann Wilfried Kremer gibt Tipps an Manuela Apweiler, was beim Schießen mit dem Gewehr G36 alles zu beachten ist. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Zusammensetzen und auseinanderbauen musste sie es nicht. Aber dennoch brauchte Manuela Apweiler eine kurze Einweisung von Hauptmann Wilfried Kremer, der ihr beim Sommer-Biwak des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw) den richtigen Umgang mit dem Gewehr zeigte.

Das war übrigens jenes G36, das in letzter Zeit gar nicht so gut wegkam, bei den Schießübungen im Rahmen des Biwaks aber hervorragende Dienste leistete. Ruhig atmen, entsichern, anvisieren, und dann erst abdrücken“, gab Hauptmann Kremer der Zivilistin mit auf dem Weg. Am Übungsstand ging das Ganze natürlich noch ohne Ladung ab, etwas weiter hinten auf dem Gelände der Standortschießanlage waren die Gewehre dann mit scharfer Munition bestückt, und jeder durfte ein paar Schuss auf Zielscheiben abgeben.

Doch das Schießen mit dem Gewehr war nicht der einzige Höhepunkt dieses öffentlichkeitswirksamen Tages in Niederheid. Denn neben dem Schießstand, der mit langen Schlangen an Wartenden gute Rückschlüsse darauf zuließ, dass Schießen seine Reize haben kann, stand vor allem die Geselligkeit auf dem Plan. „Das Biwak ist inzwischen längst Tradition geworden“, erklärte der Kommandeur des ZVBw, Brigadegeneral Peter Braunstein den rund 500 Gästen beim gemütlichen Teil am Abend, „wir verstehen es als eine gute Möglichkeit, Ihnen, den Vertretern der Öffentlichkeit und unseren Nachbarn, Dank zu sagen für die gute Zusammenarbeit über die letzten Jahre und das problemlose Miteinander.“

Unter die Gäste mischten sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirche, Polizei und Feuerwehr sowie natürlich des Nato E3A-Verbandes mit Brigadegeneral Karsten Stoye an der Spitze. Kommandeur Peter Braunstein berichtete über die zum Jahresbeginn 2015 am Standort Selfkantkaserne um 20 Prozent verkleinerte Mannschaft. „Zwischenzeitlich haben wir uns in der neuen Struktur gut gefunden“, so Braunstein, allerdings sei es durchaus eine Herausforderung, denn das Auftragspaket blieb weitestgehend unverändert. „Wir waren in den letzten Jahren weltweit tätig, um unsere vielfältigen Aufgaben in der Rüstungskontrolle wahrzunehmen, daran wird sich auch künftig nichts ändern“, kündigte er an.

Neben aktueller Tätigkeit in der Ukraine werde das ZVBw ab kommendem Jahr, wenn Deutschland den Vorsitz in der OSZE übernimmt, besonders gefordert sein. Darüber hinaus hat sich das Ausbildungsangebot verändert: Internationale Lehrgänge des ZVBw würden gut besucht und tragen ihren Teil zum Aufgabengebiet bei, dass sich derzeit auf vier Kontinente und 17 Missionen erstreckt. „Allen Soldaten im Einsatz und ihren Angehörigen, die diese Einsätze einzigartig mittragen, gebührt unser aller Dank und Respekt“, unterstrich der General.

Auch Tagesaktuelles wie das Flüchtlingsaufkommen fallen in den Tätigkeitsbereich des seit 25 Jahren in Geilenkirchen angesiedelten Zentrums. Und noch bevor die Klänge des Luftwaffenmusikkorps Münster, die Präzision der Männer vom Drill-Team des Wachbataillons und das abschließende Feuerwerk die Gäste unterhielten, gab es noch einen Ausblick auf die Jubiläumsfeierlichkeiten im nächsten April. Ein Festakt und eine besondere Ausgabe des Biwaks solle es dann geben, wie General Braunstein versprach.

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