„Kölsche Weihnacht“ in Haus Basten

Von: Stefan Reiners
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Haus Basten in Geilenkirchen war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Besucher standen sogar auf dem Flur, um das Duo „Jukebox Modus“ zu erleben. Foto: Stefan Reiners

Geilenkirchen. Wenn im denkmalgeschützten Haus Basten ein weihnachtliches Konzert stattfindet, dann ist heimelige und gemütliche Atmosphäre schon einmal gewährleistet. „Gemütlich“ wurde es jetzt dort schon deshalb, weil sich so zahlreiche Besucher eingefunden hatten, um das angekündigte Konzert des Duos „Jukebox Modus“ zum Thema „Kölsche Weihnacht“ erleben zu können, dass sogar weitere Stuhlreihen herangeschafft werden mussten.

Trotzdem standen die Besucher teilweise noch im Flur an den eigentlich für die Pause gedachten Stehtischen, um zumindest der Musik lauschen zu können. Und die war zu einhundert Prozent handgemacht und „mundgeblasen“. „Jukebox Modus“, das sind zwei Vollblut- und Berufsmusiker, Christoph Manuel Jansen (Gesang, Gitarren, Klavier) und Thomas Preuth (Percussion, Gesang, Klavier und Melodica), die sich schon aus der gemeinsamen Schulzeit kennen.

Neben ihren anderen musikalischen Projekten haben sie sich vor gut zwei Jahren erneut gefunden, um in der bewusst klein gehaltenen Formation interaktiv mit dem Publikum Musik in ihrer reinsten Form machen zu können. Außer den üblichen Hits arbeiten sie dabei gerne auch hörenswerte B-Seiten oder Albumtracks in ihr Programm ein, die sonst kaum eine Band spielt und stellen diese im Rahmen der jedes Jahr stattfindenden „Mottoabende“ vor.

Diesmal lautete das Motto also „Kölsche Weihnacht“, was dem bekennenden Domstadtfan Christoph Manuel Jansen auch sehr entgegenkam. Dabei war es völlig unschädlich, dass die meisten der gespielten „Weihnachtslieder“ dem Publikum vorher eher unbekannt gewesen sein dürften.

Charismatisch brachten die beiden Musiker zwischen den Titeln näher, worum es im folgenden Stück der durchaus bekannten Kölner Größen, wie den Bläck Föös, de Höhner oder Paveier ging, und so manch einer mag sich in den Songtexten wiedergefunden haben. Da wurde die kindliche Vorfreude auf die Geschenke behandelt, das mitunter eher weniger besinnliche Treiben auf den „Weihnachtsmärkten“ oder auch in der Familie, wenn die gesamte „puckelige“ Verwandtschaft mit Kind und Kegel einfällt, die ewige Sorge „Was soll man schenken“, aber auch das wohlige, geborgene Gefühl zum „Fest der Liebe.“

Es war für jeden Geschmack etwas dabei und entsprechend wurde vom fachkundigen Publikum die musikalisch ebenso vielseitige, wie kompetente Leistung des Musikerduos mit viel Applaus honoriert.

Ohne diverse Zugaben durften diese Musiker natürlich nicht von der Bühne. Und am Ende gab es nach über zwei Stunden auch noch einen der unumgänglichen kölschen Ohrwürmer – „Hey, Kölle“ – mit auf den rundum zufrieden angetretenen Weg.

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