„Köln-Turm-Treppenlauf”: Im Eiltempo die 41 Etagen Stufen rauf

Von: Georg Schmitz
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Treppauf, Treppab - die beiden
Treppauf, Treppab - die beiden Kameraden der Löscheinheit Geilenkirchen, Patrick Schumacher (l.) und Dennis Krausewitz, üben mehrmals in der Woche für ihren 1. Turm Treppenlauf in Köln, so wie hier auf den 101 Stufen an der Vogteistraße. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen/Köln. Treppauf, Treppab, verschwitzt erreichen Dennis Krausewitz und Patrick Schumacher den Ausgangspunkt. Sie haben soeben 1600 Treppenstufen hinter sich gelassen, denn sie bezwangen die Millicher Halde, den Zechenberg in Hückelhoven. Hier führt eine aus 400 Stufen bestehende Metalltreppe nach oben und diesen Weg hat das Duo im Schnelldurchgang zweimal bewältigt.

Für die tolle Aussicht haben die beiden Feuerwehrmänner der Löscheinheit Geilenkirchen keinen Blick übrig, denn der Grund für das Rauf und Runter im Eiltempo liegt in einem Wettbewerb, bei dem sie am Samstag, 30. Juni, mitmachen wollen. Rund 200 Feuerwehrkameraden und einige „Privatkletterer” werden auf Einladung des Feuerwehr-Sportverein Köln am 1. „Köln Turm Treppenlauf” teilnehmen. Neben Teilnehmern aus Aachen und Hückelhoven trauen sich aus der Region nur die beiden Geilenkirchener die Kletterpartie zu.

140 Höhenmeter, 41 Etagen und 750 Stufen sind zu bewältigen - und das möglichst schnell. Dennis, der 20-jährige Anlagenmechaniker, und Patrick, der 24-jährige Verfahrenstechniker, haben sich einiges vorgenommen und gehen ganz unbedarft an den Köln-Turm, das höchste Bürogebäude im Mediapark in der Domstadt ran.

„Ursprünglich wollten wir am Skyrun auf dem Fernsehturm in Düsseldorf teilnehmen, aber der Lauf findet in diesem Jahr nicht statt”, erzählt Dennis Krausewitz. Schnell tat sich eine Alternative auf, nachdem das Duo die Kölner Veranstaltung im Internet entdeckte. Beide sind sie recht sportliche Typen, sie trainieren regelmäßig im gleichen Fitnessstudio.

Dennis und Patrick sind Angehörige und Atemschutzgeräteträger der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen, und haben eine arbeitsmedizinische Untersuchung hinter sich. Wer nun denkt, dass das Bezwingen der 750 Stufen ein Kinderspiel ist, der irrt. Eine Feuerwehrausrüstung, wie sie bei Bränden zum Einsatz kommt, ist zwingend vorgeschrieben. Mit einem annähernd 20 Kilogramm schweren Atemschutzgerät auf den Rücken und der fünf Kilo schweren Bekleidung - Jacke, Hose, Helm und Handschuhe - am Körper lässt sich dem Aufstieg ein gewisser „Schwierigkeitsgrad” nicht absprechen.

Seitdem die Bestätigung der Anmeldung an dem Treppenlauf vorliegt, trainieren Dennis und Patrick seit Anfang Mai zweimal in der Woche in voller Montur auf der Millicher Halde. Zwischendurch trägt auch ein Training auf der 101 Stufentreppe zwischen Vogteistraße und Grundschule in Geilenkirchen zum Abhärten bei. „Unser Ziel ist es, den Lauf in etwa zehn Minuten zu schaffen”, sagt Patrick Schumacher. „Der Weltrekord wurde vor ein paar Wochen in Berlin aufgestellt, wo zwei Polen die 110 Höhenmeter von 39 Stockwerken in 5 Minuten und 46 Sekunden schafften”, weiß Dennis Krausewitz.

„Wir wollen keinen Weltrekord aufstellen, sondern unsere körperlichen Grenzen ausreizen”, fügt Patrick hinzu. Der „Köln Turm Treppenlauf” ist für Einzelstarter und Feuerwehr-Teams ausgeschrieben. Die beiden jungen Männer der Löscheinheit Geilenkirchen laufen als Trupp, also im Zweier-Team.

Die Kameraden drücken die Daumen. „Die meisten stehen hinter uns, ein paar halten uns aber für ein bisschen verrückt”, schmunzelt Dennis Krausewitz. Am Samstag um 7 Uhr gehts ab Geilenkirchen los, ihr Run startet gegen Mittag. „Wir nehmen dann noch ein anständiges Frühstück und dann gehts hoch”, sieht Patrick Schumacher dem Ereignis entgegen.
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