Kochduell als Vater-Kind-Aktion im Mehrgenerationenhaus

Von: Markus Bienwald
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Hygiene steht an erster Stelle: Beste Laune herrschte schon bei der Kochmützen-Anprobe beim jüngsten Kochevent im Mehrgenerationenhaus in Übach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald
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So macht man Pommes: Kartoffel rein, mit vereinten Kräften quetschen – fertig. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Vor dem Vergnügen steht meist die Arbeit, das war auch bei der jüngsten Vater-Kind-Aktion im Mehrgenerationenhaus (MGH) am Palenberger Bahnhof so. Sie wurden Pommes und Burger selbstgemacht.

Und statt den Nachwuchs einfach und bequem zur nächsten Filiale einer Burgerbraterei mitzunehmen, lernten die Kinder des Verbundfamilienzentrums Übach und Scherpenseel der Arbeiterwohlfahrt (AWO) gleich noch von einem richtigen Profi, wie sich im Handumdrehen die sonst vom Fließband stammenden Mahlzeiten ganz einfach lecker und schnell selbst machen lassen.

Jörg Kollmer vom Geilenkirchener Partyservice „Schneebesen“ legte dafür am Samstagnachmittag eine Extraschicht im Mehrgenerationenhaus (MGH) ein. „Das hier kommt auf den Kopf“, zeigte er den Nachwuchsköchen, und meinte damit die hygienischen, weißen Kochmützen, die er eigens zur Zubereitung des Essens mitgebracht hatte.

Derweil schnibbelten die Väter unter den wachen Augen ihres Nachwuchses den Salat, schnitten die Putenstreifen als Beilage akkurat zu und mischten auch das Hackfleisch für die Burger-Patties selbst. „Das musst Du ein wenig dünner machen, damit es nachher besser schmeckt“, riet Jörg noch einem Vater.

Alles handgemacht

Ohnehin war hier eine lockere Atmosphäre angesagt. „Das ist bei unseren Vater-Kind-Aktionen aber immer so“, sagt Erzieherin Christine Pannhausen vom Familienzentrum. Zwar bewahrheitete sich die Annahme mancher Väter, sie würden mit ihrem Nachwuchs den Grill anwerfen und dann auf richtigem Feuer die Burger genießbar machen, nicht.

Dennoch machte es viel Spaß, vor allem als die Kinder sahen, wo die knusprigen Pommes wirklich herkommen. Dazu schälten die Anwesenden fleißig Kartoffeln und legten sie kurz in Wasser, um sie später dann durch die eigens angeschaffte Pommespresse flutschen zu lassen. „Oh, guck mal, Fritten“, meinte eins der Kinder noch. Doch bis zum Genuss des komplett selbst gemachten Mahls dauerte es an dieser Stelle noch ein bisschen. Schließlich war alles handgemacht.

„Solche Aktionen kommen einfach gut an“, freute sich auch Doris Linden-Mahr vom MGH, die auf eine ganze Palette von Kooperationspartnern zugreifen kann. Dass sich im MGH oft alles rund um den leiblichen Genuss dreht, wollte sie so aber nicht stehen lassen. „Schließlich bieten wir im MGH mit dem städtischen Seniorenzentrum und dem städtischen Jugendzentrum unter einem Dach eine riesige Vielzahl an Angeboten“, lobte sie. Ohne die ehrenamtlichen Mitarbeiter wäre das natürlich nicht möglich.

Nächstes Kochen im Herbst

Und so durften auch sie am Ende eines spannenden, lehrreichen und auch lustigen Kochnachmittags mit Papas und den Kleinen einen Happen vom köstlichen Mahl ergattern. „Lecker“, konstatierte Petra Simons vom MGH, und freute sich schon insgeheim aufs kommende Kochevent, das für den Herbst angesagt ist.

Vielleicht können die Herren der Schöpfung sich dann schon mal auf ein leckeres Herbstangrillen unter freiem Himmel freuen, Platz genug im hinteren Außenbereich des MGH ist ja allemal vorhanden.

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