Klinkertz an Jungnitsch: „Ausreichend Gründe für Ihren Rücktritt“

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Übach-Palenberg. Als Reaktion auf die Propaganda-Affäre fordert Heinz Klinkertz Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in einem offenen Brief zum Rücktritt auf. Klinkertz trat bei der zurückliegenden Kommunalwahl für die UWG an, den offenen Brief hat er aber als Privatperson verfasst.

„Herr Bürgermeister Jungnitsch, jetzt ist es aber höchste Zeit, dass Sie Ihren Rücktritt bekannt geben.

Sie haben die Bevölkerung von Übach-Palenberg geblendet und getäuscht. Noch schlimmer dabei sind die zusätzlich entstandenen Kosten, die noch auf jeden Bürger der Stadt Übach-Palenberg zukommen. Und das ausgerechnet in einer Stadt, die am Stärkungspakt Stadtfinanzen teilnehmen muss.

Sie regieren unsere Stadt mit Übermut, Herrschsucht und Maßlosigkeit. Ihre Politik wurde nach der Kommunalwahl 2014 noch zunehmend undurchsichtiger und verkrampfter. Mit Ihrem Absolutismus sind Sie zum Flötenspieler der Macht geworden. Dass im Wahlkampf und danach in den Sitzungen und Mitteilungen etwas nicht stimmt, hatte ich bis dahin immer nur vermutet. Oder genauer gesagt: Ich wollte vieles, was mir zu Ohren kam, damals nicht glauben. Meine politischen Vorhersagen in den Rundschreiben, die ich im Kommunalwahlkampf 2014 für die UWG als Kandidat für den Wahlkreis Scherpenseel bestritten habe, sind alle bestätigt worden. Es passiert ein Fehler nach dem anderen, und der Bürger muss die Zeche zahlen.

Nach Ihren eigenen bisherigen Aussagen zur Propaganda-Affäre gibt es deshalb ausreichend Gründe für Ihren Rücktritt. Dazu braucht man nicht die Ergebnisse und Prüfung der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Es liegt nicht in meinem Ermessen zu behaupten, dass Sie die Stadt korrupt und mit krimineller Energie führen, aber zumindest handeln Sie nicht moralisch einwandfrei. Mit einem 182 000 Euro teuren Vergleich mit dem Kreiswasserwerk und der heimlichen Bezahlung eines Propagandisten, der mit einer aggressiven Öffentlichkeitsarbeit für Sie wirbt, hat Ihre Politik beim Bürger ihren Tiefpunkt erreicht.

Schon vor vier Jahren, als Sie mich zu einer Bürgersprechstunde einluden, habe ich Ihnen kundgetan, dass Sie zwar ein Betriebswirt sind, aber kein Politiker. Mir ist klar, dass sich die Einleitung eines Abwahlverfahrens gegen Sie zum jetzigen Zeitpunkt als schwierig erweist. Das liegt daran, dass Ihnen eine gewissenlose CDU-Riege bedingungslos folgt, als wäre nie etwas gewesen, und das obwohl man eigentlich wissen müsste, dass man eine solche Affäre nicht einfach nur aussitzen kann. Was für Sie und Ihre Gleichgesinnten jetzt eine Mauer der Einigkeit ist, nimmt der Bürger als ein Bollwerk wahr, das für Empörung sorgt.

Himmel und Erde, Religion und Politik, mit dem Seelenheil der Stadt ist es jetzt vorbei.

Daher gebe ich Ihnen als Bürger der Stadt Übach-Palenberg den gut gemeinten Rat: Treten Sie von Ihrem Amt des Bürgermeisters zurück ehe es für Sie und den Bürgern noch schlimmer kommt.

 

Heinz Klinkertz

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