Kleine Sportler ohne Angst vor großen Tieren

Von: Daniel Gerhards
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Der Kontakt zu den Pferden ist grundsätzlich ganz wichtig. Aber nach dem Training ist die Arbeit noch nicht erledigt. Foto: Daniel Gerhards

Geilenkirchen. In der Halle auf Gut Muthagen geht es ganz schön rund. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Zwei Pferde drehen in der Reithalle ihre Runden an der Longe. Was die jungen Voltigierer auf deren Rücken machen, ist ganz schön akrobatisch.

Denn Übungen wie „Fahne”, „Bank” und „Schulterstand” erfordern allein mit festem Boden unter den Füßen bereits eine Menge Körperbeherrschung und Gelenkigkeit. Wenn die Figuren dann auch noch auf dem schaukelnden Rücken eines galoppierenden Vierbeiners vorgeführt werden, wird das Gleichgewichtsgefühl der jungen Sportler gleich doppelt beansprucht.

Gelingen die technisch schwierigen Übungen hoch zu Ross, dann steigen die Voltigierer oft auch zum Reiten in den Sattel. Denn Voltigieren können Kinder schon mit vier bis fünf Jahren beginnen. Das Reiten können Kinder etwa ab zehn Jahren erlernen.

„Voltigieren wird häufig als Einstieg genutzt”, erklärt David Peters, Reittrainer im Geilenkirchener Reitverein, „das ist aber keine Pflicht, wir könnten auch gar nicht alle Kinder für das Reiten übernehmen”. Denn die verschiedenen Voltigiergruppen zählen rund 50 Kinder - das wäre beim Reiten zu viel für die vier Schulpferde des Reitvereins.

Daher ist die Sportart ein eigenes Standbein des Vereins. Auffällig ist, dass - entsprechend dem Klischee, - kaum Jungs auf dem Reiterhof zu treffen sind. Immerhin 20 Prozent der Reiter im Verein sind männlich, dennoch begeistern sich nach wie vor weitaus mehr Mädchen für die Vierbeiner mit der langen Mähne. Warum das so ist? „Schwer zu erklären”, meint David Peters. Ein Versuch: „Die Mädchen sind total pferdebegeistert. Die wollen einfach Reiten.”

Und Reiten, das kann man rund um das Gut Muthagen nur zu gut. „In Richtung Beeck oder Immendorf kann man schon vier bis fünf Stunden ausreiten”, sagt der erfahrene Reiter David Peters.

Während die Großen ausreiten, suchen die Kleinen beim Voltigieren die Nähe zu ihren Pferden. „Das ist ganz toll, dass die Kinder einen ersten Kontakt zu den Tieren bekommen”, sagt Trainerin Silke Erdweg. Angst vor den großen Pferden kennen die jungen Sportler indes nicht. „Das klappt schon ganz gut”, sagt die sechsjährige Johanna, die am liebsten galoppiert, obwohl sie noch nicht so lange im Training ist. Denn: „Das schaukelt so schön hin und her.”
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