Kleine Fortschritte, dauerhafter Erfolg

Von: Markus Bienwald
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Honorarkonsulin Prof. Christiane Vaeßen (r.) freute sich über einen gelungenen Empfang anlässlich des Königstages. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Im Juli wird Deutschland Fußball-Weltmeister, und auch die Niederlande freuen sich.“ Die Honorarkonsulin der Niederlande in Aachen, Prof. Christiane Vaeßen, wusste beim traditionellen Empfang des Konsulats zum Königstag mit dem Thema Fußball für grenzüberschreitende Stimmung zu sorgen.

War es im vergangenen Jahr der Zinkhütter Hof in Stolberg, wurde dieses Mal Übach-Palenberg als Schauplatz auserkoren. „Ich habe schon von vielen gehört, dass es sehr schön hier ist“, lobte Vaeßen vor den rund 80 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben das wunderbare Ambiente von Schloss Zweibrüggen.

Viel „Gezelligheid“

Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (CDU) gab einen Einblick in die Historie des Veranstaltungsortes, ging aber auch auf die deutsch-niederländischen Beziehungen ein. In Übach-Palenberg seien diese nicht nur durch die Partnergemeinde Landgraaf besonders intensiv, sondern hätten mit der historischen Steinbrücke über die Wurm sogar eine im Wortsinn grenzüberschreitende Einrichtung, die ein Symbol für die Verbundenheit beider Länder nicht nur in der Region sei.

Darüber freute sich nicht nur Christiane Vaeßen, die aus terminlichen Gründen nicht den wirklichen Königsgeburtstag am 27. April als Veranstaltungstag wählen konnte. Wohl aber konnte sie eine mehr als ordentliche Portion dessen transportieren, was die Niederländer so gerne mit „Gezelligheid“ bezeichnen. Denn der Empfang erwies sich nicht als steife Angelegenheit, sondern bot in prächtigem Ambiente reichlich Gelegenheit zum Austausch und auch zum Genuss der niederländischen Lebensart und der berühmten Snacks.

Einen Happen des niederländischen Verständnisses für das Königshaus transportierte die Honorarkonsulin auch in ihren Worten. „Auch im zweiten Jahr seiner Amtszeit erfreuen sich der niederländische König und seine Frau nicht nur in seinem Heimatland großer Beliebtheit“, betonte sie. Das hoheitliche Paar sei auch viel im In- und Ausland unterwegs, um beispielsweise wirtschaftliche Kooperationen und Projekte anzustoßen. Natürlich sind aber auch regionale Beziehungen, die das deutsch-niederländische Verhältnis prägen. So können Unternehmer dank des so genannten „Elat Subdesks“ für einige Monate testen, wie die Arbeit im Nachbarland funktioniert.

Projekte funktionieren

Dazu trugen im Jahr 2014 auch die Bemühungen des unter dem Titel „Bende van Aken“ laufenden Studierendenprojekts erste Früchte. „Die Anzahl der niederländischen Studierenden an den Aachener Hochschulen konnte von insgesamt 25 in 2013 auf rund 150 in 2014 erhöht werden“, freute sich Vaeßen. Diese Zahlen seien zwar im Vergleich zu den gut 1500 deutschen Studierenden alleine in Maastricht noch gering, doch sei die Steigerung ein Grund zur Freude. Zuletzt sang Christiane Vaeßen mit ihrem Mann Arnold sowie dem ebenfalls anwesenden neuen Generalkonsul Ton Lansink die niederländische Nationalhymne.

Sie freute sich auch, dass der frisch gestartete grenzüberschreitende Schulwettbewerb, der 2013 am Königstag gestartet wurde, bestens funktioniert: „Wir haben jetzt tolle Projekte von insgesamt 20 Schulen vorliegen, die ein wirklich beeindruckender Beweis des Engagement der Schüler und Lehrer sind.“ In diesem Monat werden bei einer deutsch-niederländischen Jurysitzung die besten Projekte erwählt, die dann im Rahmen einer Feier im Juni prämiert werden.

„Wie so oft im Leben, sind es die kleinen Fortschritte, die dann letztlich für einen dauerhaften Erfolg sorgen“, schloss die Konsulin. Dazu brauche es aber Menschen, die sich im Sinne der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit engagieren, lokale, regionale und überregionale Politiker, die Lösungen für infrastrukturelle Probleme anbieten, sowie Geld und Idealismus. „Nach wie vor bin ich sicher, dass wir gemeinsam auf diesem Weg weiter vorankommen können“, betonte Vaeßen abschließend.

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