Geilenkirchen-Würm - Kleine Akrobaten, Jongleure und Clowns im Mitmach-Zirkus Blubber

Kleine Akrobaten, Jongleure und Clowns im Mitmach-Zirkus Blubber

Von: rk
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Pyramide bauen und nicht umfallen – das klappte zur Freude des Publikums prima. Foto: Renate Koldzey

Geilenkirchen-Würm. „Die Kinder haben begeistert trainiert! Es ist ein Unterschied, ob man selbst in einem Zirkus auftreten darf oder nur als Zuschauer hingeht“, schildert Sascha Sperlich, Mitglied des „Mitmach-Zirkus Blubber“, seine Erfahrungen mit den Schülern der Katholischen Grundschule Würm.

Seine Familie bringt interessierten Kindern an Schulen Kunststücke bei, die sie dann in der Arena vorstellen dürfen. Nahe Wolfsburg hat der Zirkus sein Winterquartier und zieht ansonsten durch ganz Deutschland.

Maria Gillißen, Lehrerin an der Grundschule, organisierte das Projekt und wurde unterstützt von Kollegin Melanie Candeago. Petra Tilse, stellvertretende Schulleiterin, betont: „Alle 140 Kinder unserer Schule machen mit! Die eine Hälfte tritt in der frühen Vorstellung auf, die andere in der späten.“

Als erstes hatte die Zirkusfamilie den Schülern gezeigt, welche Kunststücke sie machen können, dann durften sich die Kinder entscheiden. „Die zwölf Personen zählende Familie hat sich sehr viel Mühe gegeben“, hebt Maria Gillißen hervor, „und die Kinder hatten in der Trainingswoche viel Spaß!“

Endlich kam der große Tag der Vorstellung, und die Nachwuchsartisten fieberten ihren Auftritten entgegen. Auf dem Schulhof stand ein großes, blaues Zirkuszelt mit weißen, aufgemalten Sternen, worin sich rund 150 Zuschauer eingefunden hatten.

„Manege frei!“ hieß es sodann, und der junge „Zirkusdirektor“, gekleidet in eine fesche Uniform mit goldfarbener Verzierung, begrüßte die Gäste. Die ersten, die auftraten, waren Jongleure mit bunten Bällen und tellergroßen Reifen. Zu fetziger Musik schleuderten sie diese hoch in die Luft, fingen sie geschickt wieder auf und warfen sie sich auch gegenseitig zu. Die Leute staunten und spendeten begeistert Applaus, wie auch bei allen folgenden Darbietungen.

Kaum verklungen, tapsten bunt gekleidete Clowns herein und machten ihre Späße mit dem Publikum. Sie hatten große Staubwedel dabei und kitzelten damit ganz frech die Besucher an den Nasen, was diese mit schallendem Lachen quittierten.

Als nächstes huschten hellblau gewandete „Eisköniginnen“ mit weiß leuchtenden Zauberstäben und blauen Glitzersternen herein, was im dämmrigen Zirkusrund eine verwunschene Atmosphäre schuf und manch bewunderndes „Ooh“ hervorrief. Doch nun verwandelten sich die Mädchen in Artistinnen, setzten sich in Reifen, teils zu zweit, und ließen sich darin bis hoch unter das Dach des Zeltes ziehen.

Hier drehten sie sich im Kreise, hielten sich teils nur mit einer Hand fest, streckten die Beine in die Luft, so dass sie nur mit dem Rücken Kontakt zum Reifen hatten, und verrenkten ihre Körper so akrobatisch, dass sicher manch einer im Publikum zitterte, denn auf dem Boden befanden sich nur Matten – kein Netz.

Die nächsten Künstler waren Hula-Hoop-Mädchen, die ihre Reifen in so atemberaubendem Tempo um ihre Körper und Hälse kreisen ließen, dass es eine wahre Freude war. Teller-Jongleure schlossen sich an und balancierten auf dünnen Stäben drehende Plastikteller, was ganz prima klappte. Auch Seiltänzerinnen wagten sich auf ein schwankendes Stahlseil, hielten gekonnt das Gleichgewicht, bückten sich, hielten ein Bein hoch und trauten sich sogar, mit Reifen darüber zu rollen.

Danach stürmten Kinder herein, um eine Pyramide zu bauen – sie schafften es bravourös sogar mit Sechsen übereinander, dazu in unterschiedlichen Anordnungen. Jetzt wurde es gefährlich, denn schwarz gekleidete Piraten, umwoben von rotem Nebel, eroberten das Zirkuszelt. Sie hatten eine große Kiste dabei, dort musste der Kapitän hinein und wurde mit Lanzen malträtiert, die in die Kiste gebohrt wurden. Doch – oh Wunder – er kam quietschfidel wieder heraus!

Noch viele weitere artistische Glanzleistungen bot die junge Truppe an diesem Nachmittag, ebenso die jüngsten Kinder der Zirkusfamilie und einige drollige Hunde, so dass ihnen der stürmische Beifall der Zuschauer sicher war.

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