Geilenkirchen - Kleiderstube: Bereits beim ersten Treffen 50 Freiwillige

Kleiderstube: Bereits beim ersten Treffen 50 Freiwillige

Von: mabie
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Riesiger Andrang herrschte beim ersten Treffen in der künftigen Ausgabestelle für Flüchtlinge, bei der sich gleich mehr als 50 Freiwillige für die Mitarbeit interessierten. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. „Wow!“ So reagierte nicht nur Yvonne Wolf von der Stadt Geilenkirchen, als sie am Dienstagabend sah, wie viele Menschen ihre Hilfe in der künftigen Ausgabestelle für Flüchtlinge anboten. Mehr als 50 dürften es gewesen sein, und der vergleichsweise überschaubare Raum unter der Städtischen Realschule war damit schon ganz gut gefüllt.

Ein zweites „Wow“ kam spontan auch von Jürgen Benden und Uwe Eggert vom Runden Tisch für Flüchtlingsarbeit, deren Idee einer zweiten „Kleiderkammer“ in Geilenkirchen auf sehr fruchtbaren Boden fiel. „Allerdings haben wir schon eine Kleiderkammer in Geilenkirchen, die viel Gutes tut. Wir wollen keine Konkurrenz zur Kleiderkammer der CDU-Frauen sein“, so Benden.

Trotzdem verständigten sich die engagierten Bürger darauf, dass sie so schnell wie möglich handlungsfähig werden wollen. Dazu gehört aber nicht nur der schnell von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellte Raum. „Wir freuen uns, dass die Stadt so schnell reagiert hat, und uns auch schon Regale, Tische und Kleiderstangen installiert hat“, so Benden weiter. Da sich das flott gezimmerte Interieur aber noch ein wenig spartanisch präsentiert, wird nun eine fünf- bis sechsköpfige Gruppe von Spezialisten, beispielsweise mit Hanjo Peltzer, kurzfristig darum kümmern, dass die noch groben Holzarbeiten geschliffen und lackiert werden.

Geweißt und mit ansprechendem Interieur versehen, fehlen dann nur noch ein paar Farbakzente, die von den Kunstschülern der Städtischen Realschule dann im noch kargen Kellerraum gesetzt werden. Das dauert natürlich ein klein wenig, so kann die Ausgabestelle erst in einer guten Woche ihren Betrieb offiziell aufnehmen. „Dann stimmt aber auch alles“, sagte Uwe Eggert zu. Über mangelnde Man- und vor allem Woman-Power kann sich die Idee der Ausgabestelle für Flüchtlinge übrigens nicht beschweren.

Denn nicht nur die Liste der Teilnehmer, sondern auch die Bereitschaft, insgesamt neun Stunden pro Woche für die Ausgabe und vier Stunden pro Woche für die Annahme von Hilfsgütern zu leisten, passte vielen Anwesenden gut in die Tagesplanung. Und so waren auch die künftigen Öffnungszeiten schnell festgezurrt: Beginnend ab Montag, 28. September, wird die Ausgabestelle dann immer montags, mittwochs und freitags von 16 bis 19 Uhr ihre Pforten für Flüchtlinge öffnen.

Erster Annahmetag wird Samstag, 26. September, von 9 bis 13 Uhr sein, danach ist immer samstags die Annahme geplant. Was gebraucht wird, legte Yvonne Wolf nochmals dar. „Wir brauchen vor allem Wintersachen und überwiegend Kleidung für Männer, denn die meisten Flüchtlinge sind doch Männer“, sagte Wolf. Kinderkleidung sei derzeit nicht so sehr nötig. Angesichts von aktuell fünf schwangeren Frauen unter den 250 Flüchtlingen aus 34 Nationen sind aber Kinderwagen, Hochstühle oder auch Babyschalen sehr gefragt.

Dazu werden auch Töpfe, Teller, Handtücher und Schuhe im ordentlichen Zustand benötigt. Ein Wunsch aus Reihen der Freiwilligen war, nur gewaschene Wäsche oder auch fabrikneue Unterwäsche anzuliefern. „Was wir nicht annehmen, sind Elektrogeräte, hier können wir es einfach nicht leisten, für die Betriebssicherheit zu garantieren“, schloss Yvonne Wolf. Möbel werden derzeit nicht benötigt.

 

Für Fragen steht Jürgen Benden, Mitglied des Runden Tisches, zur Verfügung.

Telefon: 02451/5951

Email: j.benden@t-online.de

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