Kleiderkarussell: Hilfsbereitschaft ist weiter groß

Von: mabie
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Gute Stimmung ist beim mittlerweile eingeschworenen „harten Kern“ des Kleiderkarussells in Geilenkirchen keine Frage, sondern eine Einstellung. Das freut natürlich auch Mitinitiator Jürgen Benden (hi.,2.v.r.) und Roswitha Becker (2.v.l.) von der Stadt Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Sie wissen fast alle noch ganz genau, wie es einst im Keller der Städtischen Realschule aussah: kahle Wände, eine naturgemäß zweckmäßig angepasste Einrichtung und viel zu tun. Doch das ist gefühlt mindestens eine Ewigkeit her, dennoch spielte auch die Erinnerung an die Anfänge beim Dankeschön-Abend für das Team des Kleiderkarussells Geilenkirchen eine große Rolle.

Mittlerweile, da sind sich nicht nur Mitinitiator Jürgen Benden und Roswitha Beckers von der Stadtverwaltung einig, hat sich das Karussell zu einer festen Anlaufstelle für Flüchtlinge entwickelt. War es in den Anfangszeiten noch die Versorgung mit dringend nötigen Dingen des Alltags, Kleidung und Kindersachen, hat sich das nach wie vor in einem Keller der Städtischen Realschule am Gillesweg untergebrachte Projekt stark weiterentwickelt.

„Wir haben inzwischen auch Flüchtlinge in unseren Reihen, die gerne mithelfen“, so Jürgen Benden. Was sich nicht geändert hat, ist die Spendenbereitschaft der Geilenkirchener Bürger. Wer beim Dankeschön-Abend, der mit einem leckeren Imbiss und einer kleinen Führung durch die historischen Räume von Haus Basten ein überschaubares Programm hatte, genau hinhörte, der bekam viel Lob für die Menschen in Geilenkirchen zu hören.

So sei die Spendenbereitschaft ungebrochen, und auch der gut 20-köpfige „harte Kern“ der ehrenamtlich Tätigen beim Karussell ist mittlerweile eine eingeschworene Truppe, auch wenn wegen der Urlaubszeit leider nicht alle beim Dankesabend dabei sein konnten.

So machen Fotos von gemeinsamen Aktionen die Runde, und ein Gesprächsthema muss nicht erst lange gesucht werden im Stimmengewirr. „Wir freuen uns über das Engagement, denn generell ist ein Ehrenamt ja nicht ganz so einfach aufrechtzuerhalten“, berichtete Jürgen Benden.

Auch die Stadt Geilenkirchen als Partner der bürgerschaftlichen Arbeit kam gut weg, „wir haben fast alles“, so der einstimmige Tenor der Anwesenden. Das einzige, was schon von Beginn an Mangelware war und heute immer noch ist, bleibt Männerbekleidung in kleineren Größen. Das war am Ende des wirklich gelungenen Abends aber auch so ziemlich der einzige Wunsch, den die Ehrenamtler an die Menschen in der Region richten konnten.

Als Spenden gesucht werden grundsätzlich nur Dinge und Kleidung, die auch selbst noch benutzt werden können. Sperrmüll und Lumpen sind nicht gefragt, aus hygienischen Gründen können gebrauchte Bettdecken und Matratzen nicht angenommen werden, ebenso wie gebrauchte Elektrogeräte, die aus Sicherheitsgründen nicht abgegeben werden können.

Die Spendenannahme ist immer montags und mittwochs von 18 bis 19 Uhr, die Ausgabe findet montags und mittwochs zwischen 16 und 18 Uhr statt. Mehr Informationen, auch zu aktuell dringend gesuchten Sachen, gibt es unter dem Menüpunkt „Flüchtlingsarbeit in GK“ auf der Homepage des Jugendhauses Franz von Sales unter www.jugendhausfranzvonsales.de.

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