Klaviersommer: Weltstars in Geilenkirchen

Von: Georg Schmitz
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Armin Pennartz, Herbert Brunen (v.l.), Roswitha Beckers und Gort Houben freuen sich auf den Klavierwettbewerb mit Künstlern wie Bum-Suk Kim, Xin Wang und Florian Koltun (v.r.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Geilenkirchen als internationales Zentrum der Klavierszene zu etablieren, ist das Ziel einer konzertierten Aktion von Musikschaffenden und Vertretern der Stadt. Vor drei Jahren trafen sich erstmals internationale Piano- Künstler im Haus Basten, um vor einem interessierten Publikum ihre Fingerfertigkeit an den Tasten unter Beweis zu stellen.

Vom 20. bis 27. Juli wird nun der 3. Geilenkirchener Klaviersommer, verbunden mit dem 2. Euregio Piano Award, ausgerichtet. Beigeordneter Herbert Brunen zeigte sich stolz, eine derart hochkarätige Veranstaltung in den Mauern der Stadt beherbergen zu können. „Ein derart qualitativ hochwertiges Programm sucht seinesgleichen“, war sich auch Kulturamtsleiter Gort Houben sicher. Initiator des Piano-Festivals ist Florian Koltun. Ihm ist es gelungen, 45 Klavier-Künstler von internationalem Rang aus 15 Ländern für den Klaviersommer in der Stadt an der Wurm zu gewinnen.

Alle um den Globus gereist

Der Aachener Pianist ist Musikvermittler. Dank seiner Kontakte zu Klaviervirtuosen im In- und Ausland werden sich Weltstars der klassischen Piano-Kunst in Geilenkirchen die Klinke in die Hand geben. Sie alle sind schon um den Globus gereist und haben die Menschen in vielen Ländern mit ihrem Spiel verzaubert. Besonders in China gibt es viele Top-Musiker am Klavier. Alleine aus dem „Land der Mitte“ werden ein Dutzend Künstler für das Abschlusskonzert des Klaviermeisterkurs anreisen.

Der nun zum dritten Mal stattfindende Meisterkurs unter Leitung von Xin Wang und führenden Persönlichkeiten der Musikhochschulszene ist nach Meinung von Koltun in Geilenkirchen schon etabliert. Der Organisator hat sich in die kleine Stadt verliebt, auch wenn er heute in Aachen lebt und früher in Baesweiler zu Hause war. „Das liegt an der Gastfreundschaft, die man in Geilenkirchen spürt“, nennt er den Grund. Zudem gebe es sonst nirgendwo eine Location, die eine derart intime Atmosphäre wie das Haus Basten ausstrahle. Bei der jetzigen Besetzung ist dieses Ziel, Weltstars nach Geilenkirchen zu holen, erreicht, denn mit den Pianisten Kirill Korsunenko aus der Ukraine, Alexander Zolotarev aus Russland, Bum Suk Kim aus Südkorea und Teilnehmern aus China haben sich in der Szene weithin bekannte Künstler angesagt. Natürlich wird auch Florian Koltun selber am Flügel in die Tasten greifen.

Mit Botschaften verhandelt

Zwölf Tage lang werden die 45 Teilnehmer aus den 15 Ländern plus Betreuer in Geilenkirchener Hotels untergebracht sein und das Leben in der Stadt bereichern. „Viele von ihnen sind zum ersten Mal in Deutschland“, erzählt Florian Koltun. Es sei ohnehin ein Riesenaufwand, die Künstler nach hier zu holen, immer müsste im Vorfeld mit den Botschaften der betreffenden Nationen verhandelt werden.

Derart hochklassige Künstler seien für kleine Kommunen im Normalfall nicht zu bezahlen. Da sei er der Kreissparkasse Heinsberg dankbar, die sich großzügig finanziell mit eingebracht habe. Koltun würde sich über weitere Sponsoren freuen, denn wegen des zunehmenden Umfangs des Klaviersommers würden auch die Kosten wachsen. Die Besucher können während der Wettbewerbsrunden jederzeit zuhören, der Eintritt ist frei. Die Teilnehmer spielen um ein Preisgeld von 1800 Euro, normalerweise erhalten sie bei ihren Auftritten ein Vielfaches. Doch wie in Heinsberg beim Gitarrenfestival reizt es jeden Piano-Künstler, auch einmal beim Klaviersommer in Geilenkirchen dabei gewesen zu sein.

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