Geilenkirchen - Klaviersommer: Eine Stadt im Zeichen der Musik

Klaviersommer: Eine Stadt im Zeichen der Musik

Von: Simone Thelen
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Wenn da mal nicht der Bürgermeister seine Hände im Spiel hat: Georg Schmitz (2.v.r.) stellt gemeinsam mit den Organisatoren Xin Wang und Florian Koltun (Mitte) sowie Susanne Apfelstädt vom City Hotel, Beigeordnetem Herbert Brunen, Michael Kämpgen von der Kreissparkasse und Kulturamtsleiter Gort Houben (v.l.) das Programm des 6. Klaviersommers in Geilenkirchen vor. Foto: Simone Thelen

Geilenkirchen. „Überall Pianos, überall wunderschöne Töne“ – so kann man das Prinzip des Klaviersommers Geilenkirchen kurz und knapp auf den Punkt bringen. Und so formuliert es dann auch Bürgermeister Georg Schmitz bei der Vorstellung eines Programms, das sich durchaus sehen lassen kann.

Florian Koltun und seine Frau Xin Wang haben bei der Organisation der Musikwoche wieder ganze Arbeit geleistet.

Los geht es am 23. Juli um 18.30 Uhr mit dem Auftaktkonzert des schweizer Pianisten François-Xavier Poizat. Es findet in der Kreissparkasse in Geilenkirchen, Konrad-Adenauer-Straße 95-101, statt. „Poizat ist ein Pianist von Weltruhm“, erzählt Florian Koltun. „Er wird neben einigen Stücken von Franz Liszt auch eine besondere Interpretation von Smetanas ‚Die Moldau‘ zu Gehör bringen.“

Zwei weitere Meisterkonzerte finden am Montag, 24. Juli, und Dienstag, 25. Juli, jeweils um 19.30 Uhr in der Aula der Realschule Geilenkirchen, Gillesweg 1, statt. Der polnische Pianist Marian Sobula macht dort am Montag den Anfang, am nächsten Abend wir der Russe Eugene Mursky sein Können am Klavier präsentieren. Beide spielen unter anderem Werke von Frédéric Chopin.

Bei den Meisterkursen mit drei bekannten Dozenten sind in diesem Jahr zwölf junge Teilnehmer aus China dabei, der jüngste Klavierschüler ist erst neun Jahre alt. Florian Koltun: „Für diese jungen Musiker ist es eine ganz besondere Erfahrung, Deutschland zu besuchen und die Klavierausbildung in Europa kennenzulernen. In drei Tagen intensiver Proben lernen sie hier sehr viel dazu.“ Und das präsentieren sie dann auch bei einem Klavierabend im Haus Basten, Konrad-Adenauer-Straße 118, am Mittwoch, 26. Juli, um 19.30 Uhr. Werke von Johann Sebastian Bach bis Sergei Rachmaninow werden zu hören sein.

Ab Donnerstag, 27. Juli, wird es dann für die 120 Bewerber aus 35 Nationen um den fünften Euregio Piano Award ernst. Er ist Teil der Alink-Argerich-Foundation und damit einer der 300 wichtigsten Klavierwettbewerbe weltweit. „Diesem guten Ruf ist es auch zu verdanken, dass Künstler aus aller Welt, in diesem Jahr etwa aus Australien, Island, der Türkei oder China, anreisen, um in Geilenkirchen ihr Können zu präsentieren“, berichtet Florian Koltun. „Sie reisen auf eigene Kosten. Und wenn man bedenkt, dass von 120 Bewerbern nur sieben ins Finale kommen können, ist das schon ein Beleg für die Bedeutung des Wettbewerbs. Die Preisgelder liegen zudem bei zusammen nur 5000 Euro, allerdings bekommen die Finalteilnehmer die Gelegenheit, für verschiedene bedeutende Konzerte der Wettbewerbspartner weltweit gebucht zu werden.“

Das Abschlusskonzert mit den Preisträgern findet am Sonntag, 30. Juli, um 18.30 Uhr in der Kreissparkasse in Geilenkirchen statt. An diesem Abend wird die Jury auch gleich die Preisgelder verteilen.

Die Konzertarrangements werden erst im Anschluss vergeben, die Buchungen hängen nicht von der Platzierung, sondern von der Ausrichtung des jeweiligen Konzertprogramms ab.

„Für die Wettbewerbsteilnehmer geht es nicht allein ums Gewinnen“, weiß Xin Wang, die die künstlerische Leitung des Klaviersommers inne hat. „Die Teilnehmer lernen hier schon im jungen Alter, mit einer Drucksituation umzugehen und sich gezielt auf den Wettbewerb vorzubereiten. Wer später auf internationalem Parkett unterwegs sein möchte, muss dies schon früh lernen. Sonst lernt man es nie mehr.“

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