Übach-Palenberg - Klangbrücke: SPD will alten Geist wieder erwecken

Klangbrücke: SPD will alten Geist wieder erwecken

Von: Simone Thelen
Letzte Aktualisierung:
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Sie sorgt seit vielen Jahren für Diskussionen: die Übach-Palenberger Klangbrücke. Aber wie soll das Bauwerk künftig genutzt werden? Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Wir wollen die Klangbrücke wieder zum Klingen bringen.“ Wenn es nach dem Vorsitzenden des SPD-Stadtverbandes Übach-Palenberg, Alf-Ingo Pickartz, geht, muss dies das erklärte Ziel von Stadtverwaltung und Politik für die Zukunft des gescheiterten Euregionale-Projektes aus dem Jahre 2008 sein. Viel sei in den vergangenen Jahren über diese Brücke geredet worden.

Durch die Diskussionen und den langen Streit sei ein bitterer Beigeschmack entstanden, den es nun gelte, wieder loszuwerden. Der Rechtsstreit mit der ausführenden Stahlbaufirma um die Erstattung eines Restwerklohns in Höhe von 103.000 Euro ist nun vom Aachener Landgericht zu Gunsten der Stadt Übach-Palenberg entschieden worden.

Werden keine erneuten Rechtsmittel gegen diese Entscheidung eingelegt, sollte dieses Kapitel der Geschichte nun endlich abgeschlossen sein.

„Vom Ausgang des Prozesses habe ich am Morgen aus der Presse erfahren“, erklärt Oliver Walther, CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Übach-Palenberg, am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung. „Bisher konnten wir nichts an der Brücke machen, schließlich durften wir nicht in einen laufenden Prozess eingreifen.“

Darum gelte es nun, den tatsächlichen Ist-Zustand zu ermitteln und die eventuellen Kosten zu eruieren. „Vielleicht sollte die Klangbrücke einfach eine ganz normale Brücke werden“, meint Walther, der sich aber erst einmal mit Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch an einen Tisch setzen möchte, ehe er etwas Konkretes sagen kann.

Auch die Stadt selbst kann noch nichts Konkretes zur Zukunft der Klangbrücke sagen. Sprecher Thomas De Jong: „Wir werden mit dem Rat und den entsprechenden Ausschussmitgliedern sprechen und dann entscheiden, was passiert. Bis jetzt mussten wir ja aufgrund des laufenden Prozesses noch abwarten.“

Peter Hermanns, Ortsvorsitzender der FDP, will sich ebenfalls erst ein umfassendes Bild über das Thema machen, Informationen einholen und dann über die weitere Nutzung der Klangbrücke nachdenken. „Natürlich haben wir uns schon mit dem Thema beschäftigt. Wir als Partei sind vor allem daran interssiert, dass die Brücke für die Besucher benutzungsfähig bleibt, was bedeutet, dass sie gepflegt werden muss.“

Die hieraus entstehenden Kosten müsse die Stadt natürlich tragen. Hermanns weiter: „Wir möchten darüber hinaus aber kein Geld mehr investieren.“ In Übach-Palenberg gebe es andere, viel dringendere Probleme, „Stichwort: Schulsanierung“.

An einem Strang ziehen

Ist die Klangbrücke in der Vergangenheit bei jedem lokalpolitischen Ringen in Übach-Palenberg als Thema aufgewühlt worden, scheint es nun die Chance zu geben, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und etwas Gutes auf die Beine zu stellen. Alf-Ingo-Pickartz: „Die Politik muss die gegebenen Tatsachen anerkennen und das Beste für die Zukunft daraus machen. Die Klangbrücke darf nicht zum Monument werden, im Gegenteil, wir sollten ihren ursprünglichen Geist wieder erwecken und ihn dem Bauwerk zurückgeben.“ Also ohne negativen Nachklang. Punkt.

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