Kita zieht um: Mit allen Sinnen hinein ins neue Kinderhaus

Von: mabie
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Investor Walter Pötter (rechts) freute sich über den besonderen Spaten, mit dem er im Beisein von Bernadette Saager und Willi Steffens vom Träger „pro multis“ und den Kindern des Tigerentenhauses den ersten Spatenstich zum Kita-Neubau setzen durfte. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Für die Nachwuchsbauarbeiter von der Kindertagesstätte „Tigerentenhaus“ gab es Schokolade als Stärkung. Doch beim ersten Spatenstich für den Neubau der Kita Marienstraße galt das Interesse der ordentlich mit kleinem Helm und Mini-Spaten ausgestatteten Kinder in erster Linie dem Sand.

Der flog schon, als die Offiziellen um Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Investor Walter Pötter, Bernadette Saager und Willi Steffens vom Träger „pro multis“ sowie Generalunternehmer Friedhelm Welter auf der Suche nach dem passenden Platz fürs Foto waren. Ganz nach dem Geschmack von Walter Pötter, der in der Spitze der Lidl-Unternehmensgruppe tätig und auch Motor hinter der Schokoladen- und Brotfa­brik im Gewerbegebiet Holthausen ist.

Wunschzettel an Ballons

„Ich bin diesem Ort sehr verbunden. Genau hier wurde ich vor ziemlich genau 70 Jahren geboren“, sagte er. Von seinem Geburtshaus gibt es seit dem Neubau des Lidl-Marktes und des Geschäftshauses keine Spur mehr, aber er versicherte, den modernsten Kindergarten in der Umgebung zu bauen. Besonderheiten der je 185 Quadratmeter Fläche für die drei vorgesehenen Gruppen werden das Kinderrestaurant mit 85 Quadratmetern Fläche sowie ein zwischen 30 und 35 qm großer Lichthof im Zentrum des Neubaus sein.

Marlies Wefers als Einrichtungsleiterin freute sich mit Kindern und Kolleginnen über diesen Schritt, auch wenn mit dem Weggang vom bisherigen, idyllisch gelegenen Standort Hügelstraße Wehmut mitschwang. Die Kinder hatten ihre Wunschzettel für die künftige Einrichtung an Luftballons befestigt. „Schätze entdecken“, „Mit Autos spielen“ oder „Freunde finden“ war zu lesen. Der Jüngste aus der Runde, Carlo Derichs, ließ die Ballons an diesem strahlend sonnigen Frühlingstag schnell aufsteigen.

Keine heiße Luft ist die außergewöhnliche Lage des Kita-Neubaus, die auch „pro multis“-Gebietsleiterin Martina Stolz beeindruckte. „Natur pur mit einem alten Baumbestand und einem herrlichen Blick in die Wurmauen“, nannte sie als wichtigen Bestandteil von Entspannung für die Kinder. Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass vor 60 Jahren mit 25.000 Mark aus Landesmitteln der damals vorhandenen „Grenzlandhilfe“ und 12.250 Mark vom Landschaftsverband das Haus an der Hügelstraße errichtet werden konnte. Über die jetzige Bausumme wird noch geschwiegen.

Martina Stolz jedenfalls freute sich über „ein auf die Zukunft ausgerichtetes Haus“, in dem das ganzheitliche Leben und Lernen mit Bewegung, Wahrnehmung, Entspannung und vielfältigen Sinneserfahrungen all das ermöglichten, was für jedes Kind in seiner Entwicklung bedeutsam und wichtig sei. Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch richtete seinen Blick auf die Lage der neuen Kita, wo sich Geschäfte und Dienstleister zu einer neuen Mitte von Marienberg formten.

Die 60 Kinder in drei Gruppen, die hier in wenigen Monaten einziehen können, stünden aber nicht nur für ein erweitertes Betreuungsangebot in der Stadt. „Besonders freut mich, dass mit diesem Standort Familie und Beruf verbunden werden“, so Jungnitsch über die 18 integrierten U3-Plätze. „Wenn wir als Stadt und Gesellschaft möchten, dass junge Paare sich dafür entscheiden, Kinder zu bekommen, dann sind wir auch verpflichtet, ihnen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern“, lobte er das Engagement von Walter Pötter und des Trägers „pro multis“.

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