Kita „Triangel“: Kindgerechter Umgang mit Medieninhalten

Von: mabie
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Referent Daniel Kus stellte in der Geilenkirchener Kindertagesstätte „Triangel“ ein Referat zur frühkindlichen und kindlichen Medienerziehung vor. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Krasse Gegensätze hatte Referent Daniel Kus mitgebracht, als er Beispiele für das Fernsehen als Leitmedium für Kinder präsentierte: einmal den kleinen Maulwurf aus der „Sendung mit der Maus“, und dann Spongebob, einen modernen Zeichentrick-Helden.

Doch damit und mit den passenden Fragen traf Kus eigentlich ziemlich genau den Nerv der Frage, wie frühkindliche und kindliche Medienerziehung aussehen sollte und wie nicht.

Zwar verteufelte er keineswegs den quietschbunt gezeichneten Schwamm mit Hosen und Hemd, der im Meer lebt und irre Abenteuer erlebt. Aber der Referent zeigte vor den gut 20 Anwesenden in der integrativen Kindertagesstätte „Triangel“, wie sehr sich die Angebote an Kinder unterscheiden können.

Kus ließ die Eltern beide Zeichentrickfiguren einmal hinsichtlich Farbigkeit, dem Inhalt der Geschichten und dem Schnitt analysieren. Das endete mit einer klaren pädagogischen Niederlage für Spongebob. „Aber Kinder sehen das mit anderen Augen“, so Kus weiter, „sie sehen in dem kleinen Schwamm Werte wie Freundschaft oder auch Phantasie verwirklicht.“

Auch dieser Unterschied in der Wahrnehmung zwischen Eltern und ihren Kindern verdeutlichte, wie schwierig es sein kann, sich als Elternteil in der Flut der aktuellen Medienlandschaft zurechtzufinden. „Häufig kann man sich ja auch gar nicht den Medien entziehen“, gab Kus weiter zu bedenken, denn gerade digitale Medien seien inzwischen überall verfügbar.

Wer sich als Erziehungsberechtigter allerdings generell gegen gewisse Medien stellt, dem hielt Kus den Spiegel vor. „Wie lange würden sie ihr Kind denn ein Buch lesen lassen“, antwortete er auf seine eigene Frage, wie viel Zeit ein Kind generell mit einem Medium verbringen darf.

Wichtig sei, da war er sich mit vielen Eltern einig, dass Kinder, die digitale Medienwelten entdecken, auch sich selbst entdecken. Dennoch sei das Fernsehen immer noch das Leitmedium, auch wenn das Tablet oder Smartphones inzwischen aufgeholt hätten. Und so sei es wichtig, dass sich Eltern mit dem Medienkonsum ihrer Kinder beschäftigen, und mögliche Hilfsmittel, wie beispielsweise „Flimmo“ – ein Programmratgeber für TV-Inhalte – als Rat hinzuziehen.

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