Kirmes in Stahe-Niederbusch: Trotz Regens gefeiert

Von: agsb
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Sie standen im Mittelpunkt der Kirmes: Jürgen und Helene Melchers. Der Schützenkönig aus Stahe-Niederbusch wurde am Kirmessonntag zudem König im Dekanatsverband Gangelt/Selfkant. Foto: agsb

Stahe-Niederbusch. Am späten Nachmittag kam der entscheidende Anruf, dem Standing Ovations und eine Welle der Gratulationen folgten. Was für eine Kirmes am Rodebach! Aber alles der Reihe nach.

Die Kirmes der St.-Josef Schützenbruderschaft Stahe-Niederbusch begann am Freitagabend schleppend. Die Warm-Up-Party war ein Versuch, das Fest in Gänge zu bringen. Und die Stimmung des Abends war auf jeden Fall bestens. Der Samstag verwöhnte dann die Festgesellschaft mit Sonnenschein ohne Ende, sodass man heilfroh war, die Königshuldigung für diesen Tag eingeplant zu haben: am Königshaus in der Rodebachstraße hatten sich bereits zahlreiche Dorfbewohner und Kirmesgäste eingefunden, um die alte Tradition im Schützenwesen zu verfolgen. Vor dem herrlich geschmückten Haus stoppte der Festzug, angeführt von Trommler- und Pfeiferkorps und Instrumentalverein Stahe-Niederbusch.

Königin schreitet zur Tat

Und alle warteten auf den ersten Auftritt des Königspaares Jürgen und Helene Melchers. Das Herz der Majestäten schlug höher, als sie die große Menschenmenge sahen. Die erste Parade brachte viel Applaus, anschließend schritt die Königin zur Tat: Traditionell erhalten die jeweiligen Fahnen der Bruderschaft sowie Tambourstock die Königsschleife, die Offiziere die Königsnadel, ebenso erhielt der Instrumentalverein seine Königsschleife.

Nach dieser Zeremonie folgte der Festzug durch Stahe. Am Abend gab es einen prächtigen Königsball und zur Überraschung einen Auftritt der Staher Showtanzgruppe.

Was keiner ahnte: Der Sonntag hatte noch große Höhen und Tiefen für die Schützen im Gepäck. Denn zunächst musste die große Parade am Nachmittag wegen des vielen Regens abgesagt werden. Zuvor waren schon alle Festzugteilnehmer richtig nass geworden, als man auf dem Weg von Niederbusch nach Stahe war – wer einen Regenschirm dabei hatte, konnte Schlimmeres verhindern.

Vom Schießstand zum Festumzug

Parallel zum Kirmessonntag wurde in Selfkant-Havert der Dekanats-Schützenkönig ermittelt. Jürgen Melchers als Schützenkönig von St. Josef Stahe-Niederbusch war hierfür auch gemeldet und durfte wegen der Kirmes im eigenen Ort auch als erster schießen und damit gegen Mittag den Wettbewerb eröffnen.

Geschossen wurde auf die Ringscheibe. Deshalb hieß es für Melchers: Rein in den Schießstand, Schnellfeuer und dann ab zum eigenen Festzug. Deshalb war Jürgen Melchers in Gedanken auch schon längst wieder in Stahe und informierte sich gar nicht weiter über den Verlauf des Turniers: Ans Dekanatsschießen dachte Jürgen Melchers während und nach dem Festzug nicht mehr.

Denn wegen des Wetters war man einfach froh, das Festzelt am Kirchweg im Schatten des Pfarrheimes erreicht zu haben.

Gute Nachricht übers Handy

Und als alle sich ein wenig mit Getränken aufgewärmt hatten, klingelte das Handy des Präsidenten Josef Lutzenburg.

Dieser ergriff das Mikrofon und musste selbst innerlich schlucken, bevor er unter tosendem Applaus verkündete, dass Jürgen Melchers neuer Dekanats-Schützenkönig geworden war.

Denn Stahes Schützenkönig hatte am Mittag im Selfkant 43 Ringe erzielt. Kein anderer Schütze nach ihm konnte sein gutes Ergebnis überbieten. Melchers Stellvertreter wurde Manfred Dahlmanns aus Süsterseel mit 42 Ringen.

Schützenkönig Melchers selbst konnte seinen Erfolg gar nicht glauben und musste in der Folgezeit eine Gratulationswelle über sich ergehen lassen.

Der Kirmessonntag war mehr als gerettet, diese Nachricht verdrängte den Regen und ließ die Sonne über das Rodebachtal scheinen.

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