Kirche wird zum Quartierstreff: Gastronomie und Seniorenwohnen

Von: Dettmar Fischer
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Haben sich einiges vorgenommen: Der Kirchenvorstand der Katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt und Vertreter der Franziskusheim gGmbH stellen das geplante Sozialzentrum Bauchem vor. Foto: defi

Geilenkirchen-Bauchem. Im Herbst 2019 soll das Sozialzentrum Bauchem fertig sein. Dann wird die Kirche nicht mehr „im Dorf“ stehen als Mittelpunkt der Gemeinde, sondern das Sozialzentrum Bauchem wird mit einem offenen Café ein Treffpunkt für alle Bauchemer sein.

Diese Hoffnung drückten der Kirchenvorstand der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt und Vertreter der Franziskusheim gGmbH als Bauherren des Projekts aus.

Die Franziskusheim gGmbH baut, wie berichtet, in zwei Bauabschnitten für insgesamt elf Millionen Euro an der Straße Im Gang. Zum Bauvorhaben gehört auch der Abriss der Bauchemer Kirche, der im Sommer/Herbst 2018 erfolgen soll.

Die Franziskusheim gGmbH, eine 100-prozentige Tochter der katholischen Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt Geilenkirchen, betreibt am Standort bereits eine Tagespflege mit 14 Plätzen. Im ersten Bauabschnitt werden neue Räume für die bestehende Tagespflege gebaut sowie Räumlichkeiten für den Ambulanten Dienst, Büroräume für den Hospizdienst Camino und 18 seniorengerechte Wohnungen. Hinzu kommt ein Quartiertreff mit Gastronomie, der für jedermann zugänglich sein wird.

Anfang Juni soll mit dem ersten Bauabschnitt begonnen werden, Fertigstellung in 14 Monaten. Dann wird die Kirche abgerissen und der zweite Bauabschnitt Anfang August 2018 in Angriff genommen. Die im zweiten Bauabschnitt zu errichtende Anlage mit 36 Wohnungen soll ebenfalls in 14 Monaten fertig werden. Gebaut wird in Passivplus-Bauweise.

Ansgar Lurweg, Mitglied des Aufsichtsrates der Franziskusheim gGmbH und Kirchenvorstand, geht davon aus, dass die Mieten für die seniorengerechten Wohnungen dem Niveau im öffentlich geförderten Wohnungsbau entsprechen werden. Hanno Frenken, Geschäftsführer der Franziskusheim gGmbH: „Die Leute suchen dringend bezahlbaren Wohnraum.“ Für das Sozialzentrum Bauchem wünschen die Bauherren sich noch eine Apotheke und eine Arztpraxis.

Pastor Peter Frisch ist zufrieden mit der nun gefundenen Lösung für das Kirchengrundstück. Pastor Frisch: „Was macht man mit einer solchen Kirche? Man kann sie doch nicht einfach verfallen lassen.“ Dass die Kirche wegen Baumängeln abgerissen werden muss, damit habe sich die Gemeinde wohl abgefunden, ist Ansgar Lurweg überzeugt: „Das Thema ist seit der Entwidmung vom Tisch.“ Man werde aber die diakonische Pastoral, also die kirchliche, seelsorgerische Betreuung, hier weiterbetreiben können.

Marienbild im Sakralraum

Ein kleiner Sakralraum wird im Sozialzentrum Bauchem eingerichtet werden. Das Marienbild soll dort einen neuen Platz finden.

Ansgar Lurweg nennt die drei Themenstellungen, die beim Bau des Sozialzentrums Bauchem berücksichtigt worden seien: erstens sei die Kirchengemeinde weiterhin vor Ort präsent, zweitens sei der soziale Aspekt berücksichtigt worden, drittens werde die Schöpfung durch Passivhausplus Bauweise bewahrt und für eine positive Energiebilanz gesorgt.

Als Ansprechpartnerin für Fragen rund um das Quartier steht Quartiersentwicklerin Melanie Hafers-Weinberg zur Verfügung, und zwar im Quartier Bauchem, Im Gang 42-46, montags und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie mittwochs von 13 bis 17 Uhr, oder unter Telefon 02451/913034.

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