Kindergarten Regenbogen ist Teil einer Abschlussarbeit

Von: agsb
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Das Banner mit dem Symbol des Regenbogens durfte natürlich nicht fehlen: Die Regenbogenkinder fühlten sich im Wald sehr wohl. Foto: agsb

Gangelt-Schierwaldenrath/Wassenberg. Die vier deutschen Studentinnen Steffi, Anne, Sabrina und Jana der niederländischen Universität Nijmegen stehen im Frühjahr 2016 vor Abschlussarbeiten im Studiengang Sozialpädagogik. Das Thema Erlebnis- und Abenteuerpädagogik ist ein wesentlicher Teil des Studiums. Was bot sich da Besseres an, als selbst mit Kindern zu lernen?

Der Kindergarten Regenbogen aus Schierwaldenrath hat sich selbst dem Erlebnis- und Abenteuergedanken gewidmet. Nicht nur durch den Niedrigseilgarten ist der Kindergarten seit vielen Jahren sehr eng mit der Natur verbunden. Zudem ist hier die Elternschaft sehr aktiv und unterstützt die Projekte. Und so wurde eine Woche Erlebnis- und Abenteuerpädagogik in der Natur, trotz Winterzeit, gestartet.

Zunächst wurden im Kindergarten die Vorbereitungen für den Waldaufenthalt begonnen. Ein großes Banner wurde entworfen, hier waren die Kinder bereits voller Motivation. Es wurden Matschhosen, Regenjacken für alle Fälle Stiefel angezogen, und schon ging es los: von Schierwaldenrath zum Wassenberger Waldgebiet an der Wingertsmühle. Zunächst war ein Waldgebiet im Gillrather/Gangelter Bruch im Visier gewesen, doch Rodungsarbeiten zwangen zum anderen Standort.

Wobei das Waldgebiet sich als optimal erwies. Sogar das Wetter spielte mit. Zusammen mit den Studentinnen und den Betreuerinnen Silvia und Anni bauten die Kinder ein Waldsofa, auf dem man sich zwischendurch ausruhen konnte. Aber an Ausruhen dachte keines der Kids so richtig. Denn die Studentinnen und Betreuerinnen hatten sich einiges in Sachen Naturpädagogik ausgedacht. Die Kids sollten gegenseitiges Vertrauen und Selbsthilfe erlernen. Außerdem stand das Überwinden der eigenen Grenzen sowie die Stärkung des Gruppengefühls auf dem Programm. So balancierten einige Kids auf einem zwischen zwei Bäumen gespannten Seil, Ziel war es, das Gleichgewicht zu halten. Dabei gab es natürlich Hilfe von den Betreuerinnen und auch den übrigen Kindern, diese mussten unterstützend eingreifen. Ein weiteres Spiel war das Tasten und Erkunden in der Dunkelheit. Die Augen wurden verbunden und ein zweites Kind führte an der Hand durch den Wald.

Im Mittelpunkt der Waldaktion stand die Stofftier-Schildkröte Elma. Die Kita-Kids waren fünf Tage sozusagen Waldpiraten, ständig auf der Suche nach neuen Abenteuern. „Wann kommen wir wieder?“, fragte etwas traurig der kleine Moritz.

Die Kinder hatten während der Waldtage richtig Spaß und waren mit Begeisterung aktiv, hätten am liebsten den Wald nicht mehr verlassen. Ein Dank wurde an die Elternschaft gerichtet, die morgens die Kinder nach Wassenberg brachten und am Nachmittag wieder abholten. „Das waren für uns wichtige Erkenntnisse in Sache Erlebnis- und Abenteuerpädagogik, wir möchten diese Erfahrungen gerne an andere Kindergarteneinrichtungen weitergeben, um weiter zu lernen“, so Sprecherin Steffi Drießen.

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