Kinder fiebern mit mutigem Rittermädchen

Von: a.s.
Letzte Aktualisierung:
theaterstarter-foto
Mit ihren handgefertigten Puppen erzählte Regina Wagner aus Berlin die Geschichte von „Igraine Ohnefurcht”, die so gerne eine Ritterin wäre. Ein unterhaltsamer Abend für Kinder und Erwachsene. Foto: Andrea Schever

Geilenkirchen. Ein Theaterstück braucht nicht immer viel. Dass es manchmal schon mit einigen Holzfiguren und einer einzigen Schauspielerin ein unterhaltsamer Abend werden kann, bewies die studierte Puppenspielerin Regine Wagner in der Aula der städtischen Realschule.

Das aufgeführte Stück „Igraine Ohnefurcht - das mutige Rittermädchen” für Menschen ab fünf Jahren basiert auf dem gleichnamigen Roman von Cornelia Funke. Um es jedoch nicht zu lang und geeigneter auch für jüngere Gäste zu machen, wurde es auf eine Dreiviertelstunde gekürzt.

In der Geschichte geht es um die junge Igraine, die am liebsten ein Ritter wäre, obwohl sie in einer Zaubererfamilie auf Burg Bibernell lebt.

Als genau dann, als Igraines Eltern sich aus Versehen selbst in Schweine verwandeln, der böse, stachelige Ritter kommt, um das Zauberbuch der Familie zu stehlen, schlägt Igraines Stunde. Da ihre Eltern wegen ihrer Gestalt vorübergehend nicht zaubern können, muss sie losziehen, um die Zutaten für den Gegenzauber zu suchen. Auf ihrer Reise begenet sie neben einem dreiköpfigen Drachen auch einem Riesen, der ihr ein paar seiner Haare für den Zaubertrank gibt. Am Ende können die Eltern noch rechtzeitig zurückverwandelt werden, und mit vereinten Kräften kann die Familie ihre Burg und das Zauberbuch verteidigen.

Station machte das Theater Zitadelle Spandau im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Theater Starter” und des Kulturprogramms Geilenkirchen nun auch hier. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss zahlreicher Städte der Region, die Theaterveranstaltungen für Kinder und Jugendliche fördern.

Regine Wagner wird während der Vorstellung von ihrem Ehemann Ralf unterstützt. Bereits vor Beginn der Vorführung kümmert er sich um die Zuschauer und sorgt dafür, dass alle einen guten Sitzplatz haben. Während seine Frau dann auf der Bühne steht, ist er für die Licht- und Tontechnik verantwortlich.

Die detailreichen Puppen wurden von Ralf Wagner selbst hergestellt. Und dabei ist es egal, ob sie aus Holz oder aus Schaumstoff gearbeitet sind, sie wirken immer unheimlich lebendig. Da alle Figuren mit einem Magneten versehen sind, sind sie problemlos in der Lage, auf der Burg Bibernell, die von einer Ritterrüstung verkörpert wird, zu stehen.

Die Begeisterung der rund 140 Kinder war deutlich in deren Gesichtern abzulesen. Sie waren während der ganzen Vorstellung ruhig und lauschten aufmerksam den Worten der mittelalterlich gekleideten Frau auf der Bühne. Auch für die Erwachsenen war es ein sehr unterhaltsames und interessantes Stück.

Nach Auftritten in Hückelhoven, Eupen und dem letzten in Geilenkirchen machte sich das Künstlerehepaar noch am selben Abend auf in Richtung München zum nächsten Auftritt. Für alle jedoch, die das Stück noch einmal sehen wollen, bietet sich im April wieder die Chance. Dann kommen die beiden Künstler noch einmal nach Würselen, Düren und Jülich.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert