Kinder aus Nachbarkommunen sind wieder willkommen

Von: st
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Herbert Brunen sieht in der Aufhebung des Dringlichkeitsbeschlusses eine gute Lösung. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Sofern der Stadtrat in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr grünes Licht gibt, können sich für das Schuljahr 2016/2017 an der Geilenkirchener Anita-Lichtenstein-Gesamtschule auch wieder auswärtige Kinder aus den Kommunen anmelden, in denen es eine eigene Gesamtschule gibt. Dafür muss ein Dringlichkeitsbeschluss vom 29. Januar aufgehoben werden.

Im Januar noch hatte der Rat beschlossen, dass „Schülern, die in ihrer Gemeinde eine Schule der gewählten Schulform besuchen können, die Aufnahme an einer städtischen Schule verweigert werden kann, wenn die Zahl der Anmeldungen die Aufnahmekapazität der Schule übersteigt“. Diese Regelung, so Geilenkirchens Beigeordneter Herbert Brunen, gilt eigentlich schon seit dem Jahr 2012, musste aber nach einem Einwand der Bezirksregierung in eine andere rechtliche Form gebracht werden.

Mit diesen Beschlüssen aus den Jahren 2012 und 2015 wollte man verhindern, dass bei zu großem Andrang von Kindern aus anderen Kommunen Geilenkirchener Kinder abgewiesen werden.

Nun aber ist man an der Gesamtschule wieder bestrebt, auch auswärtige Kinder aufnehmen zu können, weil die gute Mischung aus potenziellen Hauptschülern, Realschülern und Gymnasiasten bald nicht mehr gewährleistet ist. „Wenn sich nicht genügend potenzielle Abiturienten aus dem Stadtgebiet Geilenkirchen anmelden, ist die Oberstufe der Gesamtschule in Gefahr“, erklärt Herbert Brunen.

Würde die Oberstufe reduziert, würde zwangsläufig auch das Angebot kleiner werden, dadurch würde die Qualität sinken. Um dies zu vermeiden, will man nun auch wieder leistungsstarke Kinder auch aus anderen Kommunen aufnehmen.

Realschule stärken

Falls dadurch künftig leistungsschwächere Kinder abgewiesen werden müssen, haben diese ab dem kommenden Schuljahr die Möglichkeit, die Realschule zu besuchen. Denn nach dem vom nordrhein-westfälischen Landtag im Juni verabschiedeten Gesetz zur Sicherung von Schullaufbahnen und zur Weiterentwicklung des Schulrechts kann der Schulträger einer Realschule dort einen Bildungsgang ab Klasse 7, der zu den Abschlüssen der Hauptschule führt, einrichten, wenn eine öffentliche Hauptschule in der Gemeinde nicht vorhanden ist.

Damit sehen die Geilenkirchener Verwaltung und die Politik das fehlende Hauptschulangebot kompensiert und die Realschule gestärkt. „Das ist die optimale Lösung, die allen Schulen gerecht wird“, erklärt Brunen, der diese Lösung mit den Fraktionen besprochen und bislang keinen Widerspruch erfahren hat.

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