Kein SPD-Mann im Rennen um das Amt des Bürgermeisters

Von: Udo Stüßer
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Für SPD-Parteichef Stefan Mesaros ist noch alles offen, einen eigenen Kandidaten kann er aber nicht präsentieren. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Die Geilenkirchener SPD wird voraussichtlich keinen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im September ins Rennen schicken. In einer Versammlung am Freitag, 8. Mai, werden die Mitglieder darüber diskutieren, ob sie einen der beiden bereits feststehenden Kandidaten unterstützen.

Derzeit stehen lediglich Ronnie Goertz als Kandidat der CDU und Bürgerlisten-Fraktionschef Christian Kravanja als Bewerber fest. Der amtierende Bürgermeister Thomas Fiedler hat eine Kandidatur in dieser Woche ausgeschlossen.

Wie der Geilenkirchener SPD-Parteichef Stefan Mesaros erklärt, hatte es sich eine Findungskommission Anfang des Jahres zur Aufgabe gestellt, einen eigenen Kandidaten zu suchen. „Ein ganz wichtiger Punkt war für uns, dass wir nicht ein SPD-Mitglied mit dem richtigen Parteibuch nehmen, sondern einen Bewerber, der es auch wirklich kann“, blickt Mesaros zurück.

Der Findungskommission sei relativ schnell klar geworden, dass es jemand aus dem Kreis Heinsberg sein soll. „Es sollte jemand sein, der die Region kennt, und den die Menschen kennen. Nur solch ein Bewerber hätte Chancen gehabt“, erklärt Mesaros.

Zwei Namen seien dann gehandelt worden, die aus SPD-Sicht aussichtsreiche Chancen gehabt hätten. Ein Kandidat habe nach kurzer Bedenkzeit abgesagt, der zweite habe nach längerer Bedenkzeit zugesagt. „Wir hatten schon damit begonnen, an einem Ablaufplan für seinen Wahlkampf zu arbeiten, da hat er uns aus beruflichen Gründen abgesagt“, so Mesaros. Daraufhin hätten sich Teile der Fraktion und des Vorstandes mit den beiden Kandidaten Goertz und Kravanja unterhalten. Mit dem amtierenden Bürgermeister Thomas Fiedler habe man ergebnisoffene Gespräche geführt. „Im Vordergrund der Gespräche stand die Frage, ob er wieder kandidieren wird.“

Zum jetzigen Zeitpunkt, so sagt Mesaros deutlich, gebe es keinen Kandidaten, es würden auch keine Gespräche geführt. Die Mitgliederversammlung am 8. Mai diene nun der Meinungsbildung. „Es ist noch alles offen“, sagt Mesaros. Nun bestehen folgende Möglichkeiten für die SPD: Sie unterstützt keinen der beiden Kandidaten, sie unterstützt einen Kandidaten, sie gestaltet für einen Kandidaten sogar den Wahlkampf mit. Mesaros hält es für unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen, dass die SPD doch noch spontan einen eigenen Kandidaten findet.

Ob die SPD Goertz oder Kravanja unterstützen wird, hängt davon ab, ob einer der Bewerber plausible Antworten und Lösungsansätze zur Wirtschaftsförderung, zum demografischen Wandel und zur Handlungsfähigkeit der Stadt im bestehenden eingeschränkten finanziellen Rahmen liefern kann. „Eine Situationsanalyse reicht uns nicht aus, es werden Lösungsansätze erwartet“, sagt Mesaros. In Zeiten knapper Kassen müsse man kreative Antworten und Lösungsmodelle finden.

„Alles einfach ablehnen funktioniert nicht, das ist zu kurz gesprungen“, sagt der SPD-Chef und nennt als Beispiel die in Bauchem geplante Begegnungsstätte. Wenn die vom Architekten ermittelten Kosten in Höhe von mehr als 500 000 Euro den Rahmen der Stadt sprengen würden, müsse man das Projekt nicht zurückstellen. „Dann muss man die Planung überprüfen, Einsparpotenzial suchen und günstiger bauen.“

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