Kein Schutz: Am „Zaunbrecher“ kann es beim Warten nass werden

Von: jpm
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Das Wartehäuschen am „Zaunbrecher“ punktet zwar durch Originalität - Schutz vor Wind und Wetter bietet es aber eher nicht. Foto: J. Mönch

Gangelt-Stahe. Wer sein Bedürfnis nach Luxus befriedigen will, der stellt sich nicht an eine Bushaltestelle. So viel ist klar. Für gewöhnlich bieten die Wartehäuschen aber doch ein Mindestmaß an Schutz vor Wind und Wetter. Dass es auch anders geht, ist seit einiger Zeit im Gangelter Ortsteil Stahe zu sehen.

Das dort aufgestellte Wartehäuschen „Zaunbrecher“ vermag wohl, Regentropfen vom Haupt des Wartenden abzuhalten. Allerdings nur dann, wenn das Nass genau senkrecht vom Himmel Richtung Erde fällt. Das Häuschen ist kaum mehr als zwei Meter breit, dafür aber wesentlich höher – ungewöhnliche Proportionen für eine Haltestelle. Und selbst wenn es trocken ist, es von den umliegenden Feldern her aber mal ordentlich zieht, kann Otto Normalbusfahrer froh sein, wenn der ÖPNV pünktlich erscheint.

„Nicht immer die Billigvariante“

Gerhard Löder, der für die UB-Fraktion im Gangelter Rat sitzt, ärgert sich über das zumindest originelle Stück Zimmermannsarbeit sehr. Lange setzten er und seine Parteifreunde sich für ein Wartehäuschen an der betreffenden Stelle ein, „damit Schüler, aber auch andere Fahrgäste nicht schutzlos Regen, Kälte, Wind sowie dem aufgewirbelten Spritzwasser der vorbeifahrenden Kraftfahrzeuge ausgeliefert sind“. Im März 2013 wurde der entsprechende Antrag gestellt.

Als das Häuschen schließlich stand, staunte Löder nicht schlecht. Dass der Bürgersteig recht eng ist, kann seiner Meinung nach keine Entschuldigung sein. „Es gibt Wartehäuschen in jeder Form und Größe, die besser schützen als dieses. Bürgermeister Tholen sollte für die Dreidörfergemeinde Stahe, Niederbusch und Hohenbusch nicht immer die Billigvariante wählen. Das mehrfache Nacharbeiten am Friedhof in Stahe sollte dies bereits gezeigt haben. “

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